Das Management von LafargeHolcim zeigt sich am Investorentag in London zuversichtlich, dass sich die hohen Erwartungen an die Fusion der beiden Zementkonzerne erfüllen werden. Die Synergieziele werden bekräftigt und neue Massstäbe bei der Bewertung des Unternehmens- und Managementerfolg angelegt. Dabei wurden die in der vergangenen Woche kommunizierten neuen Mittelfristziele detaillierter erläutert.

«Wir stehen an einem Wendepunkt und arbeiten mit dem neuen starken Team hart daran, unsere Ziele zu erreichen», sagte CEO Eric Olsen an dem Capital Markets Day des Konzerns in London. Mit der Fusion habe sich das alte strategische Modell mit Wachstum durch geografische Ausweitung und hohen Investitionen überholt.

Free Cashflow als Boni-Grundlage

In Zukunft liege der Fokus auf kommerzieller Exzellenz, strikter Investitions- und Kostenkontrolle sowie aktivem Portfoliomanagement. Als Mass des Erfolgs definiert Olsen die Kenngrösse des freien Cashflows, was auch in der Bemessung der Managementvergütung ein grösseres Gewicht erhalten soll.

«LafargeHolcim ist in einer herausragenden Position um Wert zu schaffen», sagte Olsen vor den Journalisten und Investoren in London. Bereits heute sei das Unternehmen in 80 Prozent der Märkte in denen es aktiv ist unter den Top drei. «Wir verfügen bereits über alle Assets, die wir benötigen und können Wachstum erzielen, ohne Zukaufen zu müssen», so der Konzernchef weiter.

Synergien bestätigt

Das Fusions-Synergieziel von insgesamt 1,5 Milliarden Franken wurde von Olsen erneut bekräftigt. Für 2016 wird weiter ein Wert von 550 Millionen angestrebt. Für das laufende Jahr beträgt die Marke 100 Millionen Franken.

Anzeige

Die Grundzüge der neuen strategischen Richtung hatte LafargeHolcim bereits in der Vorwoche zusammen mit der Bekanntgabe der Quartalszahlen publiziert. Zu den Zielen bis 2018 zählen ein freier Cashflow von mindestens 10 Milliarden Franken kumulativ in den drei Jahren bis 2018. Die Run-Rate soll ab 2018 mindestens 3,5 bis 4,0 Milliarden Franken oder 6 Franken pro Aktie betragen. Beim betrieblichen Ebitda wird für 2018 ein Wert von mindestens 8,0 Milliarden angestrebt und beim Return on invested Capital (ROIC) wird eine Erhöhung um mindestens 300 Basispunkte bis 2018 im Vergleich zum laufenden Jahr als Ziel genannt. Den Startpunkt für 2015 bezifferte Olsen dabei auf «unter 5 Prozent».

(awp/ise/chb)