Der weltgrösste Netzwerkausrüster Ericsson hat im dritten Quartal vom Trend zum schnelleren Datenverkehr profitiert. Trotz einer schwächeren Nachfrage in seinem wichtigsten Markt Nordamerika setzte der schwedische Konzern neun Prozent mehr um und übertraf damit die Analystenerwartungen.

Negative Währungseffekte, höhere Kosten und Investitionen hinterliessen jedoch beim Gewinn Spuren: Das operative Ergebnis sank um sieben Prozent auf umgerechnet 424 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Experten hatten mit einem stabilen Gewinn gerechnet.

Asien gut – Nordamerika und Südeuropa schwach

Ungebrochen ist die Nachfrage in Asien. Der Ausbau des Mobilfunknetzes in China und Taiwan und mehr Geschäft in Japan verhalfen Ericsson zu einem Umsatzplus auf 6,26 Milliarden Euro. «Auch das Investitionsklima in Indien verbessert sich weiter», sagte Firmenchef Hans Vestberg.

Wermutstropfen war das rückläufige Geschäft in Nordamerika, das der Konzern mit Einsparungen der Telekommunikationsfirmen erklärte. Auch in Südeuropa sei die Lage weiter schwierig.

(reuters/gku/ama)