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Ernst & Young profitiert von der Regulierungswut

Die Berater von Ernst & Young machen gegenüber Branchenführer PwC Boden gut. (Bild: Keystone)

Die Banken und Versicherungen in der Schweiz nehmen zur Bewältigung der neuen Regulierung die Hilfe von Beratern in Anspruch. Diese Stossen sich am gestiegenen Auftragsvolumen gesund.

Veröffentlicht am 22.11.2012

Das Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen Ernst & Young Schweiz ist trotz Kostendrucks und der schwierigen Lage vieler Firmen deutlich gewachsen. Im Geschäftsjahr 2011/12 (per Ende Juni) nahm der Dienstleistungsertrag um 4,4 Prozent auf 532,9 Millionen Franken zu.

 

Zu diesem Rekordwert trugen insbesondere Beratungen für Banken und Versicherungen wegen verschärfter regulatorischer Anforderungen bei. Auch das Transaktionsgeschäft entwickelte sich wieder zum Wachstumstreiber, wie Ernst & Young am Donnerstag mitteilte. So kletterte der Dienstleistungsertrag in der Unternehmens- und Transaktionsberatung um 25,5 Prozent auf 109,9 Millionen Franken.

Die grösste Sparte Wirtschaftsprüfung legte leicht um 0,6 Prozent auf 269,4 Millionen Franken zu. Hingegen erlitt die Steuer- und Rechtsberatung Einbussen von 1,0 Prozent auf 153,5 Millionen Franken.

Der Gewinn habe wie in den letzten Jahren rund 4 Millionen Franken betragen, sagte Verwaltungsratspräsident Thomas Stenz an einer Medienkonferenz in Zürich. Der Erfolg des Unternehmens schlage sich in erster Linie in der Vergütung der Partner nieder. Diese wird nicht offengelegt. Insgesamt nahm die Zahl der Vollzeitstellen um 131 auf 1951 zu. Gut die Hälfte der Mitarbeitenden ist am Sitz in Zürich beschäftigt.

Ernst & Young Schweiz wuchs insgesamt leicht schneller als Branchenführer PwC, der den Bruttodienstleistungsertrag im Geschäftsjahr 2011/12 um knapp 4 Prozent auf 742 Millionen Franken gesteigert hat.

(jev/sda)

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