1. Home
  2. Unternehmen
  3. Erstes Geständnis bei Web-Geld Liberty Reserve

Prozess
Erstes Geständnis bei Web-Geld Liberty Reserve

Im Geldwäscherei-Fall der Digitalwährung Liberty Reserve bekannte sich eine zentrale Person schuldig. Mit der Währung wurden 6 Milliarden Dollar gewaschen, behauptet die US-Staatsanwaltschaft.

Veröffentlicht am 01.11.2013

Im Geldwäscheskandal um die Digitalwährung Liberty Reserve hat sich einer der Angeklagten schuldig bekannt. Der 41-jährige Vladimir Kats räumte vor einem US-Bundesgericht in New York seine Beteiligung an krummen Finanzgeschäften im Umfang von 6 Milliarden Dollar ein.

Die US-Justiz bezeichnet das Verfahren gegen Kats und sechs weitere Angeklagte als grössten internationalen Geldwäscheprozess aller Zeiten.

Kats ist Mitgründer der Liberty-Reserve-Plattform, auf der Internetnutzer Euro oder Dollar in digitale Währungseinheiten namens LR eintauschen und ihre Finanzgeschäfte jenseits staatlicher Regulierung mit anderen Nutzern abwickeln konnten.

Behörden schlugen Ende Mai zu

Laut Staatsanwaltschaft soll das Unternehmen mindestens 55 Millionen illegale Transaktionen für mehr als eine Million Nutzer vorgenommen haben. Mit der Geldwäsche habe Liberty Reserve von 2006 bis 2013 weltweit kriminelle Machenschaften wie Kreditkarten- und Investmentbetrug, Kinderpornographie und Drogenhandel erleichtert.

Die Justizbehörden der USA und 17 anderer Länder schlugen Ende Mai gegen die in Costa Rica ansässige Firma Liberty Reserve zu. Kats wurde damals festgenommen und hatte ursprünglich auf nicht schuldig plädiert. Dem US-Bürger wird auch die Verbreitung von Kinderpornographie vorgeworfen. Von den sieben Angeklagten in dem Verfahren sind zwei Verdächtige weiter auf der Flucht.

(sda/chb/muv)

Anzeige