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Erstmals landet ein Linienflug auf St. Helena

St. Helena: Flughafen hilft bei der Erschliessung für den Tourismus. Keystone

Das abgelegene britische Überseegebiet im Atlantik wird neu von Südafrika aus angeflogen. Dies wurde nach der Eröffnung des umstrittenen und teuren Flughafens der Insel möglich.

Veröffentlicht am 15.10.2017

Die kleine Insel St. Helena, auf der Napoleon seine letzten Jahre in der Verbannung verbrachte, hat ihre Jahrhunderte alte Isolation beendet: Am Samstag landete erstmals eine Linienmaschine auf dem neuen Flughafen der abgeschiedenen Vulkaninsel im Südatlantik.

Künftig soll der Linienflug aus Johannesburg der südafrikanischen Fluggesellschaft Comair einmal die Woche das britische Überseegebiet anfliegen - bisher sorgte ein alle drei Wochen eintreffendes britisches Postschiff für die einzige regelmässige Verbindung in andere Länder.

Heftige Winde sorgen für Probleme

Nach fünfjähriger Bauzeit, heftigen Kontroversen wegen der Kosten in Höhe von 285 Millionen Pfund (369 Millionen Franken) und mehrmaligen Verschiebungen nahm der umstrittene Flughafen auf einer Hochebene an der Ostküste seinen Betrieb auf. Für den Bau mussten ein Berggipfel abgetragen und ein Tal aufgefüllt werden, für weitere Schwierigkeiten sorgten die heftigen Winde auf St. Helena.

Vom neuen Flughafen erhofft sich London eine neue Einnahmequelle für die rund 4000 Inselbewohner: den Tourismus. Bisher kostet das steinige Erbe aus der Kolonialzeit den britischen Steuerzahler jedes Jahr hohe Summen. Allein im Jahr 2015 lag die Finanzhilfe bei 53,5 Millionen Pfund.

(sda/gku)

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