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Rüge
Erstmals tadelt die Fed eine chinesische Grossbank

Die CCB: Die Bank gehört dem chinesischen Staat. Keystone

Die chinesische Grossbank CCB muss mehr gegen Geldwäscherei tun: Das befahl ihr die US-Notenbank (Fed). Bislang waren die chinesischen Grossbanken kein grosses Thema bei der Fed.

Veröffentlicht am 21.07.2015

Im Kampf gegen illegale Bankgeschäfte knöpft sich die US-Notenbank (Fed) erstmals ein grosses staatseigenes Geldhaus aus China vor. Auf Geheiss der Fed muss die China Construction Bank (CCB) ihre Vorkehrungen gegen Geldwäscherei verbessern.

Das sieht eine am Dienstag bekanntgemachte Anordnung vor. Demnach muss CCB binnen 60 Tagen entsprechende Vorschläge vorlegen. Gefordert werden Programme, die geeignete Kontrollen vorsehen sowie eine sorgfältige Überprüfung der Kunden. Ferner soll das Institut zeigen, wie es verdächtige Transaktionen aufspürt.

Andere Banken spürten Härte der Fed

Es ist die erste derartige Anordnung der Fed gegen eine der vier grossen staatlichen Banken Chinas, zu denen auch Bank of China, Industrial and Commercial Bank of China and Agricultural Bank of China gehören. Andere Geldhäuser aus dem Ausland haben bereits das harte Vorgehen der US-Behörden zu spüren bekommen. So musste die französische BNP Paribas neun Milliarden Dollar zahlen wegen Verstössen gegen US-Sanktionen gegen Länder wie Sudan, Kuba und Iran.

Die britische HSBC wurde zu einer Busse von 1,9 Milliarden Dollar verdonnert, weil sie sich zur  Wäsche von mexikanischen und kolumbianischen Drogengeldern missbrauchen liess.

(reuters/mbü)

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