Die Eigentümer und Benutzer von Immobilien werden in Zukunft mehr Facility-Management-Leistungen outsourcen. Wie in den Vorjahren wird an die Einzeldienstleister prozentual am meisten Volumen vergeben, die Komplett- und Paketanbieter holen jedoch auf. Sie alle sind auf bestens qualifizierte Mitarbeitende angewiesen, um die neuen Aufträge zeitgerecht, dynamisch und innovativ zu realisieren – die Nachfrage wird also steigen.

Der FM-Markt Schweiz wird zunehmend internationaler. Verschiedene Anbieter fassen in der Schweiz Fuss und dynamisieren den Markt. Der ausländischen Konkurrenz wird attestiert, dass sie sich über das internationale Netzwerk sowie über den Preis Marktvorteile verschaffen. Im Hinblick auf Dynamik, Innovation oder Kompetenz müssen die heimischen Dienstleister den Vergleich jedoch nicht scheuen.

«Best Practices» forcieren

Energieoptimierungen sind heute und in Zukunft für alle, die mit Immobilien zu tun haben, ein zentrales Thema. Energierapporte sind ein gutes Instrument, um Optimierungen effektiv zu realisieren. Auf Basis der Rapporte kann festgestellt werden, unter welchen Gegebenheiten spezielle Verbrauchsmaterialien zugezogen wurden. Weiter lassen sich Kennzahlen bilden, die Vergleiche erlauben und die Umsetzung von sogenannten Best Practices forcieren. Es gibt bereits einige Immobilieneigentümer und Benutzer, die Energierapporte beziehen. Die Anzahl derer, die über keine solchen Daten verfügen, ist aber um einiges grösser. Der Wunsch nach Transparenz ist gross. Für die FM-Dienstleister ergibt sich damit ein interessantes Potenzial von möglichen Zusatzleistungen, für die Eigentümer und Benutzer stehen die möglichen Kosteneinsparungen im Vordergrund.

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Mit der seit Januar 2008 eingeführten CO2-Abgabe auf importierten fossilen Brennstoffen von 12 Fr. pro t CO2-Emissionen und den steigenden Rohstoffpreisen wird der Druck auf die Immobilieneigentümer steigen, ihre Energiebilanz zu optimieren.

Energiebilanz optimieren

Einerseits kann die fossile Energie besser genutzt werden, indem z.B. eine bessere Wärmedämmung oder Sensoren zur Reduktion von Betriebszeiten eingesetzt werden. Andererseits wird mit Hilfe von alternativen Energiequellen der Verbrauch der fossilen Energie verringert.

Bisher kümmerten sich die Immobilieneigentümer vor allem bei Anlageliegenschaften (Assets) wenig um Energieoptimierungen. Der Grund dafür liegt in der teilweisen oder gänzlichen Überwälzung der Bewirtschaftungskosten auf die Mieter. In den Bewirtschaftungskosten sind die Kosten für Ver- und Entsorgung inbegriffen, die wiederum die Energiekosten enthalten.

Dasselbe Verhalten ist auch bei den Eigentümern von Wohnimmobilien erkennbar. Je nach Region ist die Nachfrage nach Mietflächen zudem hoch und das Angebot gering. Dies zwingt die interessierten Mieter dazu, hohe Nebenkosten, welche unter anderem infolge der schlechten Energiebilanz der Gebäude resultieren, in Kauf zu nehmen.