Bei Norbert Reithofer, dem Vorsitzenden des Vorstandes des BMW-Konzerns, und bei Doelf Carl, dem Managing Director von BMW (Schweiz), ist in den Genfer Palexpohallen noch bis zum 16. März von «Efficient Dynamics» die Rede, bei Dieter Zetsche, dem Vorstandsvorsitzenden des DaimlerKonzerns und Chef von Mercedes-Benz Cars, sowie seinem Schweizer Statthalter Karl Schregle umschreibt «Blue Efficiency» die gleiche Thematik. Wieder andere, wie Skoda-Schweiz-Markenchef Donato Bochicchio, setzen mit «Greenline» oder wie der seit einem Monat amtierende Schweizer Peugeot-Direktor Jérôme Gautier mit «Blue Lion» den selben Schwerpunkt. Grün also lebt am Lac Léman – ist aber längst nicht der einzige Farbtupfer oder gar die dominierende Koloration im wichtigsten Frühlingsschaufenster der internationalen Automobilindustrie.

Denn was Rolf Studer, der Generaldirektor des Salon de lauto, mit seinen 260 Ausstellern auf 82000 m2 präsentiert, geht weit über die Stichworte Hybrid, Erdgas, Elektrizität und Bioethanol hinaus. Über 700000 Besucher werden sich überzeugen lassen, wie wir uns unsere persönliche Mobilität auch in Zukunft sichern. Aber: Vernünftig soll es sein, das Auto, propagiert selbst Peter Sauber, der ehemalige Formel-1-Rennstallbesitzer und heutige Berater des Teams aus München und Hinwil, «aber selbstverständlich nicht ohne Spass». Toyota-Schweiz-Generaldirektor Philipp Rhomberg schwärmt deshalb vom Concept-Car i-Q, sein Kollege bei Saab Schweiz, Arno Gunsch, vom 9-4X Biopower; Ford-GD Wolfgang Kopplin setzt auf den Mondeo Greenpower mit bivalentem Benzin-Erdgasantrieb, Hondas Berater in der Schweiz und Salon-Ehrenpräsident Claude F. Sage hingegen auf den FCX-Clarity mit Brennstoffzellen-Antrieb.

Die Präsentation der kompletten Modellpaletten aller relevanten Marken bringt es mit sich, dass halt da und dort die Herzen noch anderer Farben als Grün wegen schneller schlagen. Etwa wenn Audi-Markenchef Ernesto Larghi den Zwölfzylinder-Diesel Q7 präsentiert. Sein Ausweis: 500 PS.