Die Bevölkerung wächst unaufhaltsam. Waren für das Erreichen der ersten Milliarde Menschen 1804 einige Millionen Jahre nötig, brauchte es für die zweite Milliarde nur noch 123 Jahre. Für die aktuelle, sechste Milliarde waren gar nur 12 Jahre erforderlich, und bis 2050 sollen über 9 Milliarden Menschen auf der Erde wohnen. Dabei wächst die Bevölkerung vorwiegend in den Städten der Entwicklungsländer. Neue Megastädte, mit über 10 Millionen Einwohnern, prägen zunehmend das Bild auf unserem Planeten. Ihr Rohstoffhunger könnte schon bald zu Engpässen beim Angebot führen.

Ob Öl, Metall oder Weizen - die meisten Ressourcen neigen sich dem Ende zu. Die Ölindustrie hat bereits heute Mühe, die steigende Nachfrage zu befriedigen: Für jedes neu gefundene Barrel Öl werden drei Barrel konsumiert. Dieses Verhältnis geht auf die Dauer nicht auf. Neu entdeckte Vorkommen befinden sich zudem oft in schwer zugänglichen Gebieten. Die Risiken bei der Förderung sind dadurch enorm gestiegen; die Ölpest im Golf von Mexiko hat es deutlich gezeigt.

In der Metallindustrie sieht die Lage nicht viel rosiger aus. Viele der neu entdeckten Minen befinden sich in Ländern mit überdurchschnittlich hohen geopolitischen Risiken. Und mittlerweile boomt die Nachfrage aus den Schwellenländern regelrecht. Auch bei den sogenannten Soft Commodities wie Weizen, Mais oder Sojabohnen spitzt sich die Lage zu: Immer mehr Menschen verlangen nach mehr Nahrung. Bereits heute hungern rund um den Globus eine Milliarde Menschen, und es werden täglich mehr. Dringend benötigte Anbauflächen fallen aber den sich ausdehnenden Städten oder dem Verkehr zum Opfer.

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Knappes Angebot schafft Chancen

Das Angebot von Rohstoffen wird knapper; gleichzeitig steigt die Nachfrage. Um dieses Ungleichgewicht auszubalancieren, sind neue Lösungen gefragt. Es reicht nicht aus, die vorhandenen, nichterneuerbaren Rohstoffe sparsamer einzusetzen oder deren Abbau effizienter zu gestalten. Langfristig ist die Ablösung nichterneuerbarer Rohstoffe durch erneuerbare der einzig gangbare Weg. Deshalb gehört innovativen Firmen, welche Ressourcen effizienter verwalten, abbauen oder neue Ersatzstoffe entwickeln, die Zukunft!

Ein Unternehmen, welches mit gutem Beispiel vorangeht, ist Lanxess. Der Chemiekonzern gehört zu den führenden Produzenten von synthetischem Hochleistungsgummi, aus dem Fahrzeugreifen hergestellt werden. Reifen aus diesem Material helfen, den Kraftstoffverbrauch von Fahrzeugen zu senken. Verschiedene Länder führen in den kommenden Jahren ein sogenanntes Treibstoffeffizienz-Label für Reifen ein. Es ist vergleichbar mit den bereits bekannten Energieeffizienz-Labels bei Waschmaschinen und dürfte Lanxess ein prall gefülltes Auftragbuch bescheren.

Umicore wiederum geht bei der Beschaffung von Platin neue Wege. Neben Schmuck findet das Edelmetall Platin auch in der Elektrotechnik, der Autoindustrie, bei der Düngemittelproduktion und sogar in Herzschrittmachern Verwendung. Umicore recycelt gebrauchtes Platin und senkt so einerseits den Verbrauch und andererseits die Abhängigkeit von den wenigen Exportländern. Umicore verringert dadurch den Bedarf an neuen, hochriskanten Minenprojekten.

Düngemittel spielen wichtige Rolle

Für die Landwirtschaft schliesslich können nur begrenzt neue Anbauflächen geschaffen werden - und wenn, dann würden sie vor allem durch Rodungen zulasten von Waldflächen entstehen. Viel wichtiger ist, die Erträge der Landwirtschaft zu erhöhen. Hersteller von besserem Saatgut, Pflanzenschutzmitteln und Landmaschinen sind deshalb genauso wichtig wie Düngemittelproduzenten. Eine Weltbank-Studie ergab, dass die jährliche Produktionssteigerung seit 1965 bei Baumwolle, Weizen und Reis fast gänzlich dank höheren Ernteerträgen erfolgte. Nur ein winziger Anteil war zusätzlichen Anbauflächen zu verdanken. Angesichts der explodierenden Erdbevölkerung wird klar, dass Düngemittel eine entscheidende Rolle spielen. Das freut die in Oslo ansässige Yara.

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Unternehmen, die in den erwähnten Bereichen tätig sind, entlasten nicht nur das knappe Rohstoffangebot, sondern profitieren auch davon. Der Düngemittelhersteller Yara hilft beispielsweise nicht nur, den Hunger auf der Welt zu stillen, sondern macht damit auch Geld. Durch Investments in Themenfonds können Anleger an den Erfolgen dieser Unternehmen teilhaben und gleichzeitig einen positiven Beitrag leisten.