Der Modehändler Esprit ist wegen eines Umsatzrückgangs und hausgemachter Probleme erstmals seit dem Börsengang im Jahr 1993 in die roten Zahlen gerutscht. Im Ende Juni abgelaufenen Geschäftsjahr 2012/2013 sei ein Minus von 4,4 Milliarden Hongkong-Dollar - umgerechnet rund 428 Millionen Euro - angefallen, teilte Esprit am Dienstag in Hongkong mit. Im Jahr davor hatte der Zara- und H&M-Konkurrent noch 873 Millionen Dollar verdient. Der Umsatz brach um 14 Prozent auf 25,9 Milliarden Hongkong-Dollar ein.

Das Unternehmen, das den Grossteil seines Geschäfts in Europa macht, hatte bereits im Mai mitgeteilt, dass 2012/13 ein hohes Minus in den Büchern stehen dürfte. Der Verlust fiel jetzt allerdings höher als von Experten erwartet aus. An der Börse in Hongkong stürzte das Papier nach Bekanntgabe der Zahlen ab.

(awp/moh)