Die Ansprüche an die Verpflegung haben sich in den vergangenen Jahren grundlegend gewandelt: Weg vom Pompösen und Glamourösen, hin zur gesunden, ehrlichen Kost. Der Ernährungstrend im Event Catering geht auch hin zum Regionalen. Dies nicht zuletzt aufgrund des ökologischen Gedankens und des Wunschs nach der Kenntnis der Produktherkunft.

Geradlinige, schnörkellose Lösungen werden gewünscht. Doch die Qualität muss stets makellos sein. Angesagt sind Bescheidenheit, verknüpft mit Sympathie, Transparenz auf der ganzen Linie und die Bereitschaft zur Flexibilität.

Sich den Verhältnissen anpassen

Ausschlaggebend bei der Wahl des Menüs sind nicht nur der kulinarische Aspekt, sondern genauso das Thema der Veranstaltung und der finanzielle Rahmen. Kommuniziert beispielsweise ein Konzern einen schlechten Geschäftsgang, können danach nicht Edelfisch und Krustentiere serviert werden. Qualität sowie Kreativität eines Event-Caterers sind hingegen jederzeit gefragt, unabhängig von der momentanen wirtschaftlichen Situation eines Auftraggebers.

Da liegt es an der fachkundigen Beratung, dem Auftraggeber Angebotsvorschläge entsprechend der aktuellen Unternehmenssituation zu unterbreiten. Während eines ganztägigen Workshops wäre ein opulentes Mahl am Mittag fehl am Platz. Der Lunch muss so leicht und dennoch raffiniert ausfallen, dass die Teilnehmer am Nachmittag noch fit genug sind zum Zuhören sowie Mitdenken.

Anzeige

Apropos Fitness: Der Mensch will in Bewegung bleiben. Walking oder Flying Dinner sind deshalb sehr gefragt. Während eines stehenden Essens reicht das Serviceteam laufend zahlreiche Gerichte in kleinen Portionen, etwa eine Minischale mit Kartoffelpüree aus Biokartoffeln der Region, garniert mit Rindfleisch-Streifen, oder ein Tessiner Risotto mit geschnittenen und getrockneten Tomaten in Olivenöl sowie Kräutern.

Die Besucher wählen, worauf sie gerade Lust haben, und geniessen das Essen an Hochtischen. Der Vorteil für alle Beteiligten: Der Sturm auf ein Buffet bleibt aus. Dank versiertem Servicepersonal wirkt der Anlass stilvoller. Und: Wo lässt es sich besser Netzwerken als beim Essen - und dies mit den unterschiedlichsten Gesprächspartnern dank eines Walking Dinner?

Ebenfalls im Trend liegt vege-tarische Kost. Wobei auch hier das Ehrliche gefragt ist: Der ursprüngliche Geschmack der Früchte und der Gemüse muss kombiniert sein mit eindeutigen Gewürzen, damit eine Geschmacksreise kreativ präsentiert werden kann.

Einfach und kreativ überzeugen

Grundsätzlich gilt bei der Wahl eines Catering: Je grösser der Anlass, desto mehrheitsfähiger muss das Angebot der Speisen ausfallen. Im Stade de Suisse, wo jährlich bis zu 240000 Menschen verpflegt werden, zeigt sich dies am besten. Der normale Fussballfan greift zu Wurst und Bier. In der VIP-Lounge darf es durchaus exklusiver sein. Dort werden mehrgängige Menüs serviert. Doch auch der VIP-Gast will nach einem Sieg noch kräftig in eine Bratwurst beissen.

Gerade eine einfache Küche kann das Zielpublikum überzeugen. Kreativ inszenierte Suppen mit diversen Beilagen, in schönem Porzellan präsentiert, sind zum Beispiel sehr beliebt. Ein eher altmodisches Gericht, neu umgesetzt - warm, kalt, dick- oder dünnflüssig, süss, sauer bzw. scharf im Geschmack -, serviert mit einer Auswahl an ofenfrischen Brotsorten, kann den Kunden begeistern.