Für den Ausbau des Bahnhofs Bern haben die SBB und der Regionalverkehr Bern-Solothurn (RBS) ein wichtiges Etappenziel erreicht: In der kommenden Woche reichen sie beim Bund das Plangenehmigungsgesuch ein.

Mitte August wollen Stadt und Kanton Bern zudem die Pläne öffentlich auflegen. Damit werde der Ausbau des zweitgrössten Schweizer Bahnhofs nach mehrjähriger Planung konkret, sagten Vertreter der vier Partner am Donnerstag vor den Medien in Bern.

Zweite Personenunterführung

Die Kernelemente des Ausbaus sind seit Längerem bekannt: Unter den Perrons des Bahnhofs Bern wird eine neue, zweite Personenunterführung gebaut. So verteilen sich die Passagierströme wesentlich besser, und der Bahnhof erhält im Westen einen zweiten Hauptzugang.

Das zweite Kernelement ist ein neuer Tiefbahnhof für den RBS, der mehrere Linien der Berner S-Bahn betreibt. Dieser neue Tiefbahnhof wird von den beiden Unterführungen her erschlossen. Er ersetzt den aus allen Nähten platzenden heutigen RBS-Bahnhof, der sich in einer Nische des Bahnhofs Bern befindet.

Finanzierung ist gesichert

Die Finanzierung der beiden Projekte ist nach Angaben des Kantons Bern gesichert. Die Kosten schätzen die vier Partner auf insgesamt 867 Millionen Franken. Gebaut werden soll zwischen 2017 bis 2025. Bis im Jahr 2035 soll der Bahnhof Bern in einem zweiten Ausbauschritt auch seitlich verbreitert werden.

(sda/ise/me)

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