Die Exchange Traded Funds (ETF) sind auch in der Finanzkrise bei den Anlegern äusserst beliebt. Allein im 3. Quartal 2009 stieg das platzierte Vermögen aller in der Schweiz gelisteten ETF um 16,6% auf 71,7 Mrd Euro. Davon entfallen rund drei Viertel auf Aktien, während der Rentenanteil bei 15% liegt. Die günstige Marktentwicklung sorgt dafür, dass laufend mehr Indexfonds auf den Kurslisten erscheinen. In den letzten Wochen wurden im Segment Exchange Traded Funds von SIX Swiss Exchange über 50 neue Produkte kotiert. Damit umfasst diese Handelsplattform mittlerweile mehr als 260 ETF. Auch das weltweite Angebot an börsengehandelten Fonds weitet sich mit der steigenden Nachfrage ständig aus. An den globalen Börsen sind rund 2000 ETF mit einem Anlagevolumen von gegen 1000 Mrd Dollar gelistet.

Niedrige Kosten

Speziell die institutionellen Anleger setzen auf Indexfonds, weil sie deutlich niedrigere Kosten verursachen als die aktiv gemanagten Fonds. Zudem gewähren sie in den finanziell unsicheren Zeiten einen vergleichsweise hohen Kapitalschutz. Ähnlich wie bei den klassischen Anlagefonds gilt das in ETF investierte Kapital als Sondervermögen und fliesst bei Zahlungsfähigkeit einer Bank nicht in die Konkursmasse, sondern an den Kunden zurück.

Das Angebot ist derart angewachsen, dass es für den Privatanleger nicht ganz einfach ist, das richtige Produkt auszuwählen. Zwar sind die Gebühren bei einem ETF mit durchschnittlich 0,4% im Vergleich zu einem aktiv gemanagten Fonds mit rund 1,9% tief, aber zwischen den einzelnen Konkurrenzprodukten ergeben sich doch erhebliche Differenzen. Zudem gilt es auf die Liquidität beim Handel zu achten und auf die richtige Währung zu setzen.

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Auf dem Höhepunkt der Finanzmarktkrise waren Geldmarkt-ETF und Indexfonds auf Obligationen besonders gefragt. Einen Geldzufluss gab es auch bei den physisch unterlegten Gold-ETF (siehe nebenstehenden Artikel). Vermehrt finden auch ETF auf Blue Chips und Bonds mit kurzer Laufzeit das Anlegerinteresse.