Ethos hat die Ablehnung von drei Traktanden an der UBS-Generalversammlung am 3. Mai 2012 angekündigt und den Aktionärinnen und Aktionären von UBS empfohlen, ihre Stimmrechte auszuüben. Die Aktionärsgruppe lehnt den Vergütungsbericht, die Anträge zum bedingten Kapital und zur Entlastung des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung ab.

Die Vergütungen zugunsten der Geschäftsleitung der UBS seien zu hoch und beinhalten einen zu bedeutenden variablen Anteil, schreibt Ethos in einer Medienmitteilung. Ein falsches Signal setze weiter die Vorauszahlung von 4 Millionen Franken an den neuen Verwaltungsratspräsidenten Axel Weber ohne Gegenleistung.

Grosse Mängel im internen Kontrollsystem

Vor dem Hintergrund des Händlerverlusts von annähernd 2 Milliarden Franken in der UBS-Investment-Bank im vergangenen Jahr werde Ethos gegen die Entlastung des Verwaltungsrats stimmen. Das interne Kontrollsystem im Bereich der Finanzberichterstattung der UBS weist nach Ansicht von Ethos grosse Mängel auf und Verbesserungen seien noch nicht abgeschlossen worden.

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Auch die Verdoppelung des bedingten Kapitals wird abgelehnt. Dieses soll die Ausgabe von Aktien im Rahmen von Mitarbeiter-Beteiligungsplänen ermöglichen und belaufe sich neu auf 7,8 Prozent des Aktienkapitals. Ethos befürchtet, dass dies zu einer bedeutenden Verwässerung der Interessen bestehender Aktionäre führen könne. Alle anderen Traktanden werden zur Annahme empfohlen.

Ethos ist nach eigener Darstellung eine schweizerische Stiftung für nachhaltige Entwicklung und umfasst zurzeit 130 institutionelle Investoren.

(aho/tno/awp)