Die Anlagestiftung Ethos ist gegen die Wiederwahl von Wiliam Brody und Srikant Datar in den Verwaltungsrat von Novartis. Als Grund nennt Ethos-Direktor Dominique Biedermann ihre Rollen als Mitglieder des Entschädigungsausschusses.

Brody und Datar seien verantwortlich dafür, dass Novartis-Chef Joe Jimenez mit einer rund 16 Prozent höheren Summe als noch im Vorjahr entschädigt werde, so Biedermann im Interview mit «Matin Dimanche».

Fixanteile und variable Vergütungen zusammengerechnet werde Jimenez 15 Millionen Franken erhalten. 2010 waren es noch 12,9 Millionen Franken. Zudem lasse das Vergütungssystem zu, dass Novartis-Verwaltungsratspräsident Daniel Vasella für 2011 mit mehr als 12 Millionen entschädigt werde. Unter Berücksichtigung des Stellenabbaus sei dies unangemessen.

Bereits vergangene Woche hatte der Ethos-Direktor an einer Veranstaltung in Zürich gesagt, gegen die Wiederwahl der Mitglieder vorgehen zu wollen. Dies, weil bei Novartis nur alle drei Jahre über das Vergütungssystem abgestimmt werden kann. Im vergangenen Jahr stimmten 39 Prozent der Aktionäre bei Novartis gegen das Vergütungssystem.

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(chb/awp/sda)