Die deutsche Luftfahrt-Aufsichtsbehörde hat einem Zeitungsbericht zufolge Vereinbarungen der arabischen Airline Etihad über die gemeinsame Nutzung von Flügen mit Air Berlin abgelehnt. Mit dem Winterflugplan müsse Etihad auf 34 sogenannte Code-Share-Flüge mit Air Berlin unter gleicher Flugnummer verzichten, berichtete das «Handelsblatt» unter Berufung auf Unternehmens- und Behördenkreise. Das Luftfahrtbundesamt (LBA) habe dies den Arabern Mitte der Woche in einem Brief mitgeteilt.

Die Code-Share-Vereinbarung ist ein wichtiger Eckpfeiler für das Geschäft von Air Berlin. Denn dadurch erhöht die Fluglinie ihre Auslastung. Etihad kann umgekehrt durch diese Vereinbarung seinen Kunden mehr Ziele anbieten.

Air Berlin will nicht aufgeben

Dem Zeitungsbericht zufolge will Air Berlin aber noch nicht die Flinte ins Korn werfen. Die Airline setze auf ihr Einspruchsrecht, das vier Wochen gelte, berichtete das Blatt. Es zitierte einen Air Berlin-Sprecher mit den Worten: «Es gibt noch Gespräche.»

Air Berlin werde diese Verbindungen zwar auch weiter anbieten, berichtete die Zeitung. Etihad, die diese Flüge ebenfalls mit einer eigenen Flugnummer belegt habe und damit als eigenes Streckennetz vermarkte, könnten sie aber nicht genehmigt werden. Sie seien durch das Luftverkehrsabkommen zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten und Deutschland nicht gedeckt, berichtete die Zeitung unter Berufung auf das Bundesverkehrsministerium. Allein im für Air Berlin wichtigen Drehkreuz Berlin seien mehr als 20 Verbindungen ins europäische Ausland betroffen.

(reuters/dbe/ama)

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