Die unter dem Namen Etihad Regional fliegende Tessiner Darwin Airline darf die geplante Kooperation mit der Golf-Fluggesellschaft Etihad Airways eingehen. Dies hat das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) am Donnerstag bekannt gegeben.

Mit dem neuen Geschäftsmodell ist Darwin nicht mehr im gleichen Mass von Etihad abhängig wie ursprünglich geplant, begründet das Bazl.

Im Auftrag von Alitalia und Air Berlin

Neben Flügen im eigenen Risiko wird Darwin gemäss dem neuen Modell im Auftrag der Alitalia respektive der Air Berlin Flüge in Europa durchführen. «Wir waren bereits nach unser letzten Besprechung im Februar zuversichtlich, dass das Bazlunsere Vereinbarung mit Etihad Airways genehmigen würde», sagte der Airline-Chef Maurizio Merlo gegenüber der Nachrichtenagentur sda.

Die nun abgesegnete Partnerschaft würde es Etihad Regional erlauben, finanziell stabil zu sein und so auch mögliche Turbulenzen am Markt abfedern zu können, sagte Merlo weiter.

Geschäftsmodell überarbeitet

Nach geltendem EU-Recht, das die Schweiz übernommen hat, müssen europäische und damit auch schweizerische Fluggesellschaften zu mehr als 50 Prozent in europäischer Hand sein.

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Durch das Luftfahrtbündnis mit der Etihad, die dem Golfemirat Abu Dhabi gehört, vermutete das Bazl zunächst ungünstige Machtverhältnisse. Daraufhin hat Etihad das Geschäftsmodell überarbeitet.

Aus Darwin wurde Etihad Regional

Die Tessiner Darwin Airline wurde 2003 auf Betreiben von Unternehmern aus dem Tessin gegründet. Im November 2013 hatte die Fluggesellschaft Etihad aus dem arabischen Emirat Abu Dhabi bekannt gegeben, einen Drittel der Anteile der Tessiner Fluggesellschaft zu übernehmen.

Die Darwin Airline wurde danach in Etihad Regional umbenannt. Etihad hält auch 30 Prozent an Air Berlin und kooperiert weiter mit Air Serbia, Alitalia und der irischen Aer Lingus.

(sda/gku/ama)