Es ist überschaubar, was ein Jahr nach dem ambitionierten Start der Partnerschaft mit Etihad noch von Darwin Airline bleibt: Die Regionalfluglinie muss Stellen kürzen und weitere Strecken einstellen.

Ab dem heutigen Datum wird die Fluggesellschaft mehrere geplante Flüge in Frankreich und Deutschland auf allen Routen annullieren, heisst es in der Mitteilung der Fluggesellschaft. Ein schmerzhafter Einschnitt: Noch im Sommer hatte Etihad Regional das Streckennetz von 28 auf 37 Destinationen ausbauen wollen.

Streckennetz wird eingeschmolzen

Ab Sommer 2015 sollten Prag und Pristina regelmässig angeflogen werden. Das Angebot für Dresden und Leipzig sollte ausgebaut werden. Stattdessen fallen die Strecken komplett weg, ebenso die Verbindungen etwa nach Paris und Toulouse. Es verbleiben der Fluggesellschaft die Inlandsflüge Zürich-Genf und Lugano-Genf und die Flüge nach Italien, die in Kooperation mit Alitalia angeboten werden.

Für bereits gebuchte Flüge sollen Passagiere einen Ausgleich erhalten. Die Airline will Betroffene informieren und entschuldigt sich für die Unannehmlichkeiten.

Rund 30 Stellen werden abgebaut

Der Personalabbau fällt dabei nur halb so gross aus, wie zunächst angenommen. Anfang Februar war noch davon die Rede gewesen, dass 60 von 320 Stellen abgebaut werden sollen. Jetzt sollen weniger gekürzt werden. «Der Personalabbau liegt deutlich unter der anfänglich vorausgesagten Anzahl von Entlassungen», sagte Unternehmenschef Maurizio Merlo laut Mitteilung. Es sei gelungen, über 30 Arbeitsplätze zu retten.

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Darwin Airline beklagt die harte Konkurrenz durch Lufhansa und Konzerntochter Swiss. Wegen geschäftsschädigenden Verhaltens hat die Fluggesellschaft eine formelle Beschwerde beim Bundesamt für Luftsicherheit Bazl eingereicht.