1. Home
  2. Unternehmen
  3. Etihad Regional sieht sich im Aufwind

Ambitionen
Etihad Regional sieht sich im Aufwind

Modell eines Etihad-Regional-Fliegers: 2015 sollen über eine Million Passagiere transportiert werden. Keyston

Laut Konzern-Chef Maurizio Merlo soll die Tessiner Etihad Regional künftig stark wachsen und eine der wichtigsten Regionalairlines Europas werden. Er bedauert zudem einen Entscheid der Swiss.

Veröffentlicht am 27.07.2014

Maurizio Merlo, Chef der Tessiner Airline Etihad Regional, gibt erstmals Einblick in die Geschäftsbücher. Im nächsten Jahr peilt die Fluggesellschaft schwarze Zahlen an: «2015 sollte der Break-Even möglich sein», sagt Merlo in einem Interview mit der «Schweiz am Sonntag». Nach dem Einstieg von Etihad Airways aus Abu Dhabi als Investor, hat die ehemalige Darwin Airline ihr Streckennetz in den letzten Monaten verdoppelt. Nach 300‘000 Passagieren und einem Umsatz von 60 Millionen Franken im Vorjahr, wird Etihad Regional entsprechend stark wachsen.

«Ich rechne 2014 mit 700 000 Passagieren und einen Umsatz von 100 Millionen Franken. 2015 wollen wir eine Million Passagiere und 2016 1,5 Millionen», sagt Merlo. Dieses Jahr sei die Auslastung mit gut 60 Prozent noch unter dem gesetzten Ziel. Die Vorausbuchungen für die zweite Jahreshälfte würden aber Verbesserungen zeigen. «Unser Konzept und die Kooperationen greifen», sagt Merlo in der «Schweiz am Sonntag». «Wir möchten eine der wichtigsten Regionalairlines Europas werden und ein wichtiger Zubringer für Etihad Airways und ihre Partnerairlines.»

Bedauern über Rückzug der Swiss

Im Rückzug der Swiss in Basel sieht Merlo eine Chance. Basel sei ein wichtiger Flughafen und könnte eine spannende Option sein. «Wir werden uns das sicher überlegen.» Dass die Swiss die Kooperation auf der Strecke Zürich-Lugano mit Etihad Regional beendet hat, bedauert der 52-jährige Tessiner. Die Swiss habe den Service stets geschätzt, und nicht nur das. «Bevor Etihad kam, habe ich immer wieder an Harrys Tür geklopft. Ich sagte ihm, Harry, wir sind eine regional verwurzelte Schweizer Airline. Wir wollten unsere Kooperation mit der Swiss vertiefen. Aber die Antwort lautete stets nein», sagt Merlo.

(dbe)

Anzeige