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Zuwachs
Etihad überrundet Swiss bei Passagieren

Swiss: Die Europaflüge konnte sie 2015 besser auslasten. Swiss

Swiss und Konzernmutter Lufthansa haben einen Passagierrekord aufgestellt. Die Schweizer Fluggesellschaft verliert trotzdem: Etihad hat erstmals mehr Passagiere befördert als die hiesige Konkurrenz.

Veröffentlicht am 12.01.2016

Die Fluggesellschaft Swiss und ihr Mutterkonzern Lufthansa haben 2015 neue Passagierrekorde erzielt. Swiss transportierte 16,3 Millionen Passagiere, das sind 0,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Lufthansa beförderte trotz Streiks mit 107,7 Millionen Passagieren gar 1,6 Prozent mehr als 2014.

Trotz der Rekordzahl wird Swiss von einem Konkurrenten überrundet: Etihad meldet erstmals mehr Passagiere als die Schweizer Fluggesellschaft. 17,3 Millionen Gäste flog die Golf-Airline 2015 um die Welt. Das ist ein Plus von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Im Dezember weniger Passagiere

Zum Jahresende musste die Swiss zudem Einbussen verbuchen: Im Dezember flogen weniger Passagiere mit der Swiss als noch im Vorjahr. Die Zahl der Fluggäste nahm um 2,6 Prozent ab. Im letzten Monat des Jahres waren damit nur noch 79,5 von 100 Sitzen besetzt, gegenüber 82,3 im Vorjahr.

Die Swiss kämpft damit an einer weiteren Front: Während die Lufthansa bei mehr als einer Million Flüge mit einem Sitzladefaktor von 80,4 Prozent konzernweit so gut ausgelastet wie nie zuvor, blieben bei Swiss mehr Plätze unbesetzt als im Vorjahr.  Die Auslastung sank um 0,3 Prozent.

Swiss kommt dabei aber von einem hohen Niveau. Tatsächlich war die Auslastung 2015 trotz Rückgang höher als im Gesamtkonzern; sie lag bei 83, 4 Prozent.

Auslastung auf europäischen Flügen besser

Für die schwächere Auslastung der Swiss waren im vergangenen Jahr Interkontinentalflüge verantwortlich: Auf den Langstreckenflügen waren 2015 durchschnittlich von 100 Sitzen deren 85,6 besetzt. 2014 war es noch knapp ein Sitz mehr gewesen.

Auf den europäischen Strecken hingegen konnte die Swiss ihre Flugzeuge leicht besser auslasten, wie aus einer Mitteilung vom Dienstag hervorgeht. Der Sitzladefaktor stieg auf 78,5 Prozent von 77,6 Prozent im Vorjahr.

Einbussen im Frachtbereich

Einbussen mussten Swiss und Lufthansa im Frachtbereich hinnehmen. Hier lag der Frachtladefaktor der Swiss mit 76,8 Prozent um 4,2 Prozentpunkte unter dem Wert des Vorjahres. Konzernweit ging die beförderte Frachtmenge um 3,1 Prozent zurück und die Auslastung der Frachträume sank um 3,6 Punkte auf rund zwei Drittel (66,3 Prozent). Die Swiss veröffentlicht ihr Finanzergebnis am 17. März.

(me, mit Material von sda)

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