Einen Tag nach dem Flugzeugunglück in Frankreich werden etliche Flüge der Lufthansa-Tochter Germanwings gestrichen. «Es wird Unregelmässigkeiten geben», sagte eine Sprecherin der Fluggesellschaft am Mittwoch. «Es gibt Crewkollegen, die in der momentanen Situation nicht fliegen wollen, dafür haben wir auch Verständnis.»

Laut dem Westdeutschen Rundfunk (WDR) werden etliche Verbindungen von Düsseldorf und Köln aus annulliert, unter anderem auch auf der Strecke Köln - Zürich. Schon am Dienstag waren etliche Flüge ausgefallen.

Gegenüber dem WDR wollte ein Germanwings-Sprecher auf Nachfrage am Dienstagabend keine Gründe für Ausfälle nennen. Auffällig ist laut dem Rundfunksender jedoch, dass es sich bei den Maschinen am Boden offensichtlich um Flugzeuge des Typs A320 handle. Auch die abgestürzte Maschine war ein Airbus A320.

Technisches Problem repariert

Die Lufthansa bestätige am Abend, dass der abgestürzte Airbus A320 am Tag vor der Katastrophe wegen eines technischen Problems repariert worden sei, heisst es weiter. Eine Lufthansa-Sprecherin sagte der Deutschen Presse-Agentur jedoch: «Einige haben ihren Dienst aus persönlichen Gründen nicht angetreten, aber nicht aus Sorge, dass da was im Argen liegt.»

Auch der Sprecher der Pilotenvereinigung Cockpit, Jörg Handwerg, wies Spekulationen zurück, es gebe bei den Piloten Sicherheitsbedenken. «Das hat nichts mit der Sicherheit zu tun», sagte er im «Morgenmagazin» des deutschen Fernsehens ARD. Es seien Kollegen und Freunde ums Leben gekommen. Dies belaste «emotional so stark», dass es besser sei, nicht in ein Flugzeug zu steigen.

Am Dienstag war auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf ein Airbus der Germanwings mit 150 Menschen an Bord über den französischen Alpen abgestürzt. Überlebende gibt es wohl keine.

(reuters/tno/ama)