Die EU-Kommission hat am Dienstag ein formelles Verfahren gegen Microsoft und damit die nächste Runde im jahrelangen Streit mit dem US-Softwarekonzern eingeleitet.

Die Wettbewerbshüter werfen Microsoft vor, Windows-Nutzern keine alternativen Webbrowser mehr anzuzeigen. Damit verstosse der Softwareriese gegen die Auflagen der EU, sagte Wettbewerbskommissar Joaqín Almunia in Brüssel.

Er drohte Microsoft mit «ernsten Konsequenzen», werde das Unternehmen seine Software nicht wieder ändern. Möglich ist ein Bussgeld von bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes.

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Almunia kündigte an, alle ihm zur verfügenden Instrumente «zur Abschreckung und Bestrafung» nutzen zu wollen. Er warf Microsoft vor, seine Verfehlungen einzuräumen, die Software aber trotzdem nicht geändert zu haben. Microsoft will am Donnerstag seine Geschäftszahlen für das vierte Quartal vorlegen.

(rcv/muv/sda)