Die Europäische Kommission hat der Fusion der Baustoffkonzerne Holcim und Lafarge unter Auflagen zugestimmt. Die Unternehmen müssen die geplanten Devestitionen in einer Reihe von Ländern abwickeln, bevor die Kommission der Fusion endgültig zustimmt. Ebenso müssen die Käufer der Geschäftseinheiten die Genehmigung der EU erhalten.

Nach Gesprächen mit der Europäischen Kommission vor der Anmeldung der Fusion und während der Phase I der Untersuchung haben Holcim und Lafarge nun ihre Liste der Veräusserungen in Europa finalisiert. Diese entspreche, abgesehen von einer sehr geringen Veränderung in Frankreich, im Wesentlichen der im Oktober präsentierten Liste, schreibt Holcim am Montagabend in einer Medienmitteilung.

Gespräche mit potenziellen Käufern

Damit befindet sich der geplante Merger des Schweizer und des französischen Baustoffkonzerns auf Kurs: Holcim und Lafarge streben den Abschluss aller wettbewerbsrechtlichen Prüfungen bis Ende Februar an. Bis Ende Juni soll dann der Abschluss des Mergers erfolgen.

Zum Stand des Verkaufsprozesses meldet Holcim indes keine weiteren Einzelheiten. Lafarge und Holcim würden ihre Gespräche zum Verkauf der Aktiven mit potenziellen Käufern fortsetzten, die von der Europäischen Kommission vorab genehmigt werden müssen. Die Veräusserungen stehen unter dem Vorbehalt des Abschlusses der Fusion, einschliesslich eines erfolgreichen öffentlichen Tauschangebotes und der Genehmigung durch die Aktionäre von Holcim im zweiten Quartal 2015, heisst es hierzu bei Holcim.

(sda/me)