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Schwerverkehr
EU will neue Form für Lastwagen

So stellt sich die EU die neuen Laster vor: Vorne abgerundete Fahrerkabinen, am Heck eine Art Spoiler (Bild: EU/Die Welt)

Die EU-Kommission will, dass LKW künftig ganz anders aussehen als heute. Die neue Form soll die Umwelt schonen und die Zahl der Verkehrstoten senken.

Veröffentlicht am 15.04.2013

Die EU-Kommission stellte am Montag Regel-Änderungen im Schwerverkehr vor. Unter anderem soll auch die Aerodynamik der Lastwagen verbessert werden. Denn um möglichst viel Fracht auf den erlaubten 18,75 Metern Länge unterzubringen, haben die meisten LKW heute die Form eines Ziegelsteins. Das soll sich nun ändern.

Windschnittigere Fahrerkabinen und Luftleiteinrichtungen am Heck sollen den Luftwiderstand und damit den Spritverbrauch der Lastwagen bis zu 10 Prozent verringern. «Ausserdem würden damit die Kraftstoffkosten für einen im Fernverkehr eingesetzt LKW, der durchschnittlich 100'000 Kilometer zurücklegt, um bis zu 5000 Euro pro Jahr gesenkt», hiess es im Communiqué der EU-Kommission. Auch die Schadstoffemissionen würden damit abnehmen.

Schwerer - wegen Batterien für Elektroantrieb

Dank der neuen Form der Führerkabine vergrössere sich zudem das Sichtfeld der Chauffeure, hiess es weiter. Davon erhofft sich die EU-Kommission mehr Sicherheit. Sie geht davon aus, dass bei Zusammenstössen mit geringer Geschwindigkeit zwischen 300 und 500 Fussgänger und Velofahrer weniger getötet werden - das entspricht bis zehn Prozent Verkehrstoten mit Lastwagen weniger pro Jahr.

Dem aerodynamischen Design zuliebe will die Kommission künftig auch längere LKW zulassen - wie lang, blieb zunächst offen. Aber auch schwerer sollen Lastwagen künftig sein dürfen. Um eine Tonne soll das zulässige Gewicht steigen, damit schwere Batterien für Elektro- oder Hybridmotoren eingebaut werden können, ohne die Ladekapazität zu verringern.

(se/sda)

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