Der Betriebsertrag blieb mit 330,3 Millionen Franken 9 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Das Neugeldwachstum belief sich auf 0,5 Milliarden Franken, in der ersten Jahreshälfte 2011 waren es noch 3,9 Milliarden Franken gewesen. Per Ende Juni verwaltete Sarasin 99,1 Milliarden Franken Kundengelder.

Die Entwicklung der Ertragslage reflektiere die gestiegene Unsicherheit in Folge der Zuspitzung der Euro-Schuldenkrise und die Zurückhaltung der Anleger, teilte Sarasin mit. Zudem seien die durchschnittlichen Kundenvermögen im Vergleich mit der Vorjahresperiode tiefer.

Die Erträge im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft sanken entsprechend um 13 Prozent auf 202,3 Millionen Franken. Die Erträge aus dem Zinsengeschäft reduzierten sich um 6 Prozent auf 70,3 Millionen Franken. Auch im Handelsgeschäft musste Sarasin einen Rückgang von 10 Prozent auf 46,1 Millionen Franken mitnehmen.

Aufgrund der schwierigen Geschäftsentwicklung im ersten Quartal hat Sarasin bereits erste Massnahmen auf der Kostenseite eingeleitet, wie die Privatbank schreibt. Zudem würden die bisherigen mittelfristigen Geschäftsziele überprüft.

Wie Sarasin weiter mitteilte, darf die Safra Gruppe die bisher von der Rabobank gehaltene Mehrheit an der Bank Sarasin erwerben. Alle Genehmigungen lägen vor, hiess es. Der Abschluss der Übernahme werde am 31. Juli 2012 erwartet.

(laf/rcv/sda)