Der grösste US-Autobauer General Motors (GM) hat im vergangenen Jahr weniger verdient. Wegen des Rückzugs der Marke Chevrolet aus Europa sowie Werksschliessungen in Australien schrumpfte der Nettogewinn um ein Fünftel auf knapp 3,8 Milliarden Dollar.

Dagegen konnte GM seinen Jahresumsatz dank eines gutlaufenden Geschäfts in Nordamerika um 2 Prozent auf 155,4 Milliarden Dollar hochschrauben, wie der weltweit drittgrösste Autobauer mitteilte.

Vortschritt mit Tochter Opel

Einen grossen Schritt gemacht hat GM bei der Sanierung seiner krisengeplagten Europa-Tochter Opel. Der operative Verlust halbierte sich im abgelaufenen Jahr auf 844 Millionen Dollar. Im Jahr davor hatte ein Minus von 1,9 Millarden Dollar zu Buche gestanden. Der positive Trend hielt auch im Schlussquartal an, obwohl noch einmal 345 Millionen Dollar operativer Verlust aufliefen.

Der seit kurzem von Mary Barra als erster Frau geführte Konzern aus der Autostadt Detroit hatte unlängst den Rückzug von Chevrolet aus Europa angekündigt, um seine Tochter Opel zu stärken. Im Schlussquartal schlugen 700 Millionen Dollar an Kosten für Wertberichtigungen, den Umbau des Chevrolet-Händlernetzes und Preisabschläge zu Buche.

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(sda/dbe)