Fussball auf europäischer Ebene ist lukrativ – das beweisen die Zahlen rund um die Champions League: Ingesamt 910,3 Millionen Euro schüttet der europäische Fussballverband Uefa in der  Saison 2012/13 an die 32 teilnehmenden Teams aus. Das sind 156,2 Millionen Euro mehr als noch im Vorjahr.

Die Teams, das Viertelfinale erreicht haben, kassierten bereits in der Gruppenphase pro Sieg eine Millionen, pro Unentschieden 500'000 Euro – und konnten für die Achtelfinal- und Viertelfinal-Qualifikation weitere 8,4 Millionen Euro auf dem Konto verbuchen können. Hinzu kommt nach dem Ende des Wettbewerbs der Erlös aus dem sogenannten Uefa-Marktpool. Das kann durchaus lukrativ sein: Vorjahressieger Chelsea erhielt von der Uefa 30 Millionen Euro – zusätzlich, wohlgemerkt.

Zwei Millionen für Spiele

Nicht ganz so fürstlich geht es bei der Europa League zu und her, bei der sich der FC Basel gegen den Favoriten Zenit St. Petersburg ebenfalls für die Runde der letzten Acht qualifizieren konnte. Dort beträgt die Gesamtentschädigung 208,75 Millionen Euro.

Bis heute hat der FCB in der laufenden Europa-League-Saison rund 2 Millionen Euro an Spielprämien ausbezahlt erhalten: 100'000 Euro für die Qualifikation, 700'000 Euro in der Gruppenphase (200'000 pro Sieg, 100'000 pro Untenschieden), weitere 400'000 Euro für die Qualifikation zu den K.O.-Spielen, 350'000 für die Achtelfinal- und gestern Abend 450'000 Euro für die Viertelfinal-Qualifikation.

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Das ist vergleichsweise bescheiden: «Ein Champions-League-Heimspiel generiert – ohne die Prämien der Uefa – einen Netto-Deckungsbeitrag von 1,5 Millionen Franken, was rund dem Vierfachen eines Meisterschaftsspiels entspricht», hatte FCB-Präsident Bernhard Heusler in der vergangenen Saison im Interview mit «Handelszeitung Online» vorgerechnet.

Weitere Prämien in SIcht

Bis zum Finale winken weitere Prämien: 1 Million Euro für das Erreichen des Halbfinale, 2,5 Millionen Euro für das Finale – und fünf Millionen Euro an den Europa-League-Sieger. Auch hier winken zusätzlich noch Millionen aus dem sogenannten Marktpool, der ebenfalls ungleich kleiner als in der Champions League ist.

Ein Wermutstropen aus Basler Sicht – netto sieht die Rechnung anders aus: Durch den auf dem Papier unattraktiven Sechzehntelfinal-Gegner Dnjepr Dnjepropetrovsk waren die Uefa-Prämieneinnahmen für den FCB zumindest eine willkommene Aufwandsminderung (wenige Zuschauer beim Heimspiel, hohe Reisekosten). Das wird sich mit dem attraktiven Los für die Viertelfinals ändern: Gegen die Tottenham Hotspurs aus der englischen Premier League dürfte der St. Jakob-Park sehr gut gefüllt sein.

(vst/se)