Hohe Getreide- und Heizölpreise, eine gute Ernte und Übernahmen halten die Baywa AG auf Wachstumskurs. Bis Ende September steigerte Europas grösster Agrarhändler den Umsatz um 11,5 Prozent auf 7,85 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Montag in München mitteilte. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) legte um knapp zwei Prozent auf 125,4 Millionen Euro zu. Damit übertraf das im MDax notierte Unternehmen beim Umsatz die Erwartungen. Beim operativen Gewinn hatten Experten mit einem Wert in dieser Grössenordnung gerechnet.

Unter dem Strich ging der Gewinn vor allem wegen höherer Zinsaufwendungen und Steuern um rund ein Viertel auf 38,9 Millionen Euro zurück. Baywa-Chef Klaus Josef Lutz bestätigte zudem die Prognose für das laufende Jahr. Demnach sollen Umsatz und Ergebnis steigen. Der Baywa-Chef, dessen Vertrag erst im Sommer bis 2017 verlängert wurde, setzte zuletzt stark auf Übernahmen. Im September hatte sich die BayWa mit dem Kauf der Getreidehändler Cefetra in Rotterdam und Bohnhorst im niedersächsischen Steimbke nochmals deutlich vergrössert.

Die BayWa AG gehört zu 60 Prozent bayerischen und österreichischen Raiffeisen-Genossenschaften, der Rest ist in Streubesitz.

(chb/tke/awp)