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Eurosport sichert sich Rechte an Olympia 2018 bis 2024

SRF in Sotschi: Wird Rio 2016 die letzte Olympiade fürs Schweizer Fernsehen? Keystone

Die Rechte für die Olympischen Spiele 2018 bis 2024 gehen in Europa an Eurosport. Was der Entscheid für die SRG bedeutet, ist offen. Auch die Schweizer bemühen sich um die Lizenz.

Veröffentlicht am 30.06.2015

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) vergibt sämtliche TV- und Multimedia-Plattform-Übertragungsrechte in Europa für die Olympischen Spiele 2018 bis 2024 an Eurosport. Was dieser Entscheid für die Sender der SRG (SRF, RTS, RSI, RTR) bedeutet, ist noch unklar.

Die Vereinbarung, welche das IOC mit Discovery Communications, der Muttergesellschaft von Eurosport, getroffen hat, umfasst die Winterspiele 2018 in Pyeongchang, die Sommerspiele 2020 in Tokio sowie die Spiele 2022 und 2024, deren Austragungsorte noch nicht feststehen.

Exklusivrechte für alle Plattformen

Discovery erwarb die auf 1,3 Milliarden Euro geschätzten Exklusivrechte für alle Plattformen, inklusive Free-TV, Abo/Pay-TV, Internet und mobile Endgeräte. Die SRG hatte sich via European Broadcasting Union (EBU) ebenfalls für die exklusiven medialen Rechte an diesen Spielen beworben, wie es auf Anfrage bei SRF hiess.

Welche Auswirkungen die Zusage für Eurosport und gegen EBU haben wird, ist noch unklar, wie Caroline Kalberer, Mediensprecherin SRF Sport, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte. «Ob und wie weit die Rechte in welchen Territorien - etwa in der Schweiz - sublizenziert werden, ist momentan nicht bekannt.»

2016 in Brasilien schon für SRG gesichert

«Die SRG bemüht sich darum, die Übertragungsrechte auch für diese Olympischen Spielen zu erhalten», sagte Kalberer. Für die Olympischen Sommerspiele 2016 in Brasilien hat die SRG bei der Sportrechteagentur Sportfive International die Übertragungsrechte bereits gesichert.

Mit durchschnittlich zehn Sendern pro Markt und den führenden Online-Sportangeboten möchten Discovery und Eurosport für eine grössere Reichweite sorgen. Mit Ausnahme von Russland werden fünfzig Länder in zwanzig Sprachen auf dem europäischen Kontinent beliefert. Über 700 Millionen Zuschauer in Europa sollen dabei in den Genuss der olympischen Berichterstattung kommen.

Olympia-Kanal für Europa entwickeln

Mit dem erwirtschafteten Umsatz durch die langfristige Partnerschaft wird das IOC die olympische Bewegung finanzieren und die Entwicklung des Sports in der ganzen Welt unterstützen. Discovery und Eurosport haben sich zudem verpflichtet, gemeinsam mit dem IOC einen neuen Olympia-Kanal für den europäischen Raum zu entwickeln.

(sda/gku)

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