Einst war er für Banking-Titanen wie Goldman Sachs und UBS tätig. Im Februar 2014 dann mutierte der Schweizer Finanzprofi Lukas Speiser zum Jungunternehmer in einer neuen Branche: Als Gründer und CEO der Zürcher E-Commerce-Firma Amorana bringt er Sexspielzeug wie Vibratoren, Liebeskugeln und Handschellen unters Volk.

Nun lanciert Speiser eine Dienstleistung, die er als «eine neue Ära der Sexberatung» beschreibt: «Wir erbringen einen Beratungs- und Geschenkservice via WhatsApp und SMS.»

«Kuratierte Erotik-Hotline»

Der Erotik-Unternehmer sieht die Rolle dieser Kanäle in seinem Business als «eine Art kuratierte Erotik-Hotline». Immerhin gebe es in diesem Geschäft ein gewisses Beratungsbedürfnis.

Profilieren wolle man sich auch mit der Geschwindigkeit, sagt Speiser. Die Kontaktstelle sei rund um die Uhr besetzt, «zu Bürozeiten kann man sofort mit einer Antwort rechnen».

Weihnachten als Höhepunkt

Als teuerstes Gerät aus der Amorana-Palette gilt der Goldvibrator für 3680 Franken; die Kernzielgruppe (20 bis 30) mags derzeit aber gern günstiger. Am besten laufe aktuell der Womanizer-Vibrator (in Weiss) für 219.90 Franken. Das Weihnachtsgeschäft ist verantwortlich für 25 Prozent des Jahresumsatzes. Zweiter Höhepunkt ist Valentinstag im Februar.

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Speisers Online-Handel hat sich beachtlich entwickelt. Bereits 15 Angestellte gehören zum Startup, davon vier in Polen, wo die Bestell-Kommissionierung der erotischen Gerätschaften abgewickelt wird. Für 2016 plant Amorana den Markteintritt in Deutschland und Italien.

(ag)