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Geldwäscherei
Ex-BSI-Kundenberater sitzt in Singapur ein

Ein ehemaliger BSI-Mann ist in Singapur angeklagt worden. Er hatte offenbar den Staatsfonds 1MDB beraten. In dem Fall ermittelt auch die Bundesanwaltschaft.

Veröffentlicht am 22.04.2016

Ein ehemaliger Kundenberater der Tessiner Privatbank BSI ist laut Medienberichten von den Behörden in Singapur wegen Geldwäscherei angeklagt worden. Der Fall dürfte mit Untersuchungen der Behörden des Stadtstaats in der Korruptionsaffäre um den malaysischen Staatsfonds 1MDB zusammenhängen, schreiben die Nachrichtenagenturen Bloomberg und Reuters. Bei der BSI war keine Stellungnahme erhältlich.

Die Singapurer Staatsanwaltschaft bestätigte gemäss Bloomberg die Identität und die Anklage gegen den Kundenberater. In der Untersuchung gehe es um «erstaunliche» Geldsummen, wird ein Mitarbeiter der Singapurer Staatsanwaltschaft zitiert. Der Fall beinhalte zahlreiche Transaktionen, mehrere Firmen in verschiedenen Ländern sowie sensible Informationen.

Bundesanwaltschaft ermittelt

Der offenbar in Untersuchungshaft gesetzte Banker hatte laut den Medienberichten den Staatsfonds 1MDB beraten. Bereits früher war bekannt geworden, dass die BSI in die Untersuchungen gegen Organe der 1MDB involviert ist. Im Februar hatte der in Singapur stationierte Asien-Chef Hanspeter Brunner die BSI verlassen. In dem Korruptionsfall um den malaysischen Staatsfonds ermittelt auch die Bundesanwaltschaft.

Ein Thema ist die Verwicklung der BSI in den Skandal auch wegen der anstehenden Übernahme der Tessiner Bank durch die Vermögensverwalterin EFG International. Laut Aussagen des EFG-CEO Joachim Strähle hat sich die Zürcher Bank aber abgesichert: Für etwaige Zahlungen lägen «erhebliche Mittel» auf einem gesperrten Treuhandkonto in der Schweiz bereit.

(awp/gku/chb)

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