Jordan Price arbeitete als Mobile-Designer bei Apple. Als er zum Computerriesen nach Cupertino wechselte, nahm Price für den vermeintlichen Traumjob sogar eine Gehaltskürzung hin. Was er dort dann erlebte, deckte sich indes überhaupt nicht mit seinen Vortstellungen – und deshalb liess er in einem Blog-Beitrag nun gehörig Luft ab

Bürokratie und zahlreiche Meetings hätten ihn von der Arbeit abgehalten: «Sie zerstörten die Produktivität», schreibt Price. Es hätte fast einen Monat gedauert, bis er sich zum Server einloggen konnte – so viele Zugänge und Passwörter seien nötig gewesen. Sein direkter Vorgesetzter hätte ihn mehrfach beleidigt. «Es war wie ein mieser Verkäufer-Job, den man als Teenager hatte», schreibt Price.

Zudem bemängelt Price die «unflexiblen Arbeitszeiten»: Weil er täglich zwischen Cupertino und San Francisco pendelte, hätte er unter der Woche kaum Freizeit und die Möglichkeit gehabt, seine Tochter zu sehen.

«Schlechtester Chef aller Zeiten»

Das Ende des Engagements war abrupt: Er räumte in einer Nacht-und-Nebel-Aktion seinen Schreibtisch, löschte persönliche Daten von Mac und iPad – und fuhr nach Hause. Seinem Chef habe Price einen Zettel mit dem Hinweis hingelegt, dass er «der schlechteste Chef aller Zeiten» sei. Die Krux: Der Job bei Apple lief über eine Leiharbeitsfirma, die nach dem Ausraster von Price die Geschäftsbeziehung zu Apple aufs Spiel gesetzt sah. 

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Laut Price seien einige seiner Arbeitskollegen wegen des Staubaufwirbelns wütend auf ihn – das drückt sich auch in einigen Kommentaren zum Blog aus.

(vst)