Ben Bernanke wird künftig als Berater für die Allianz-Tochter Pimco arbeiten. Der ehemalige Vorsitzende der US-Notenbank Federal Reserve soll der Anleihe-Fondsgesellschaft mit seiner Wirtschaftsexpertise zur Seite stehen und sich auch regelmässig um Kunden kümmern, wie Pimco mitteilte. Vor nicht einmal zwei Wochen war bereits bekanntgeworden, dass Bernanke auch einen Beraterjob bei dem New Yorker Hedgefonds Citadel antreten wird.

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Bernanke, der 2014 nach acht Jahren an der Fed-Spitze von Janet Yellen abgelöst worden war, verdient auch Geld mit Vorträgen und als Buchautor. Der Ökonom veröffentlicht zudem Analysen bei der Washingtoner Denkfabrik Brookings. Mit seinem Wechsel in die Finanzindustrie folgt der frühere Zentralbankchef dem Beispiel vieler anderer politischer Top-Entscheider aus Washington wie seinem Vorgänger Alan Greenspan oder Ex-Finanzminister Timothy Geithner.

Kampf dem Abfluss

Pimco kämpft seit Monaten damit, dass Kunden ihr Geld abziehen. Anleger haben im März weitere 7,3 Milliarden Dollar aus dem Vorzeigefonds der Allianz-Tochter abgezogen. Der Total Return Fund verwaltete damit Ende des Monats noch 117,4 Milliarden Dollar. Der Fonds musste den 23. Monat in Folge Abflüsse verkraften. Im Februar waren 8,6 Milliarden Dollar aus dem Pimco Total Return Fund abgeflossen.

Vor allem kurz nach dem überraschenden Abgang von Pimco-Gründer und -Anlagechef Bill Gross Ende September waren viele Investoren davongelaufen. In der Spitze hatte der Fonds im April 2013 etwa 293 Milliarden Dollar verwaltet.

(awp/ise/chb)