Diesen Januar besuchten Mitarbeiter der Bundesanwaltschaft die Räumlichkeiten des Genfer Rohstoffhändlers Gunvor. Im Visier hatten sie P. C. Er wurde befragt, sein Büro zu Geschäftszeiten durchsucht. C. soll eine Rolle in einem Korruptionsfall gespielt haben.

Die Credit-Suisse-Tochter Clariden Leu wurde auf Geheiss des ehemaligen Gunvor-Mitarbeiters angewiesen, knapp 30 Millionen Dollar an Kongolesen zu überweisen, die zum engen Unmfeld von zwei kongolesischen Beamten gehören, die für Rohölgeschäfte zuständig sind. Einer davon ist Denis Christel Sassou-Nguesso, ein Neffe des Präsidenten Denis Sassou-Nguesso. Einige der Gelder wurden anschliessend an jene Person rücküberwiesen, die die Transfers aufgegleist hatte. Ein Mediensprecher sagte gegenüber handelszeitung.ch, dass Gunvor weder in der Vergangenheit noch heute Konti bei Clariden Leu unterhält.

Verfahren gegen Unbekannt

Die Bank meldete im November 2011 die verdächtigen Transaktionen, die Bundesanwaltschaft nahm in der Folge Ermittlungen auf. Mediensprecherin Jacqueline Bühlmann bestätigt gegenüber handelszeitung.ch: «Die Bundesanwaltschaft führt in diesem Zusammenhang eine Strafuntersuchung wegen Verdachts auf Geldwäscherei. Das Verfahren richtet sich gegen unbekannte Täterschaft.»

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Ein Sprecher von Gunvor sagte gegenüber handelszeitung.ch: «Gunvor selbst ist nach wie vor nicht Partei dieses Verfahrens und kann deshalb die Informationen nicht kommentieren.»