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Übernahmeschlacht
Ex-Syngenta-Verwaltungsrat glaubt an Erfolg Monsantos

Soya-Bohnen: Das Pflanzenschutzgeschäft wird bald eine Grossfusion sehen. Keystone

Monsanto will Syngenta, die Braut macht aber Anstalten. Trotzdem wird sich der amerikanische Rivale durchsetzen, ist Syngenta-Gründervater Pierre Landolt überzeugt.

Von Seraina Gross
am 17.06.2015

Pierre Landolt, einer der «Gründerväter» vom Schweizer Agrochemiekonzern Syngenta, geht davon aus, dass der amerikanische Rivale Monsanto mit seiner Übernahmeinitiative bei Syngenta erfolgreich sein wird.

Den Baslern werde es ergehen wie der Ziege in Monsieur Seguin’s Märchen, sagt der in Brasilien lebende Sandoz-Erbe und ehemalige Syngenta-Verwaltungsrat. «Sie wird die ganze Nacht durchhalten, um am frühen Morgen doch gefressen zu werden».  

Probleme mit Kernprodukt

Den Grund dafür sieht er weniger in den aktuellen Performanceproblemen von Syngenta, sondern in einer tief greifenden Schwäche von Monsanto. Der Saatguthersteller aus dem amerikanischen St. Louis steht nach Einschätzung von Pierre Landolt unter einem enormen Druck. Monsanto habe in den letzten vier Jahrzehnten sehr viel Geld verdient mit dem Unkrautvernichtungsmittel Roundup, doch jetzt gebe es Probleme. Das Produkt sei nicht nur generisch, es wirke auch nicht mehr zu 100 Prozent.

Der Aktienkurs von Syngenta hat in den letzten Tagen etwas nachgelassen. Das könnte darauf hindeuten, dass die Anleger eine Übernahme für weniger wahrscheinlich halten. Doch der Übernahmepoker ist noch nicht zu Ende. Wenn Syngenta einer Due Dilligence zustimme, wonach es zur Zeit nicht aussieht, dann sei nicht auszuschliessen, dass Monsanto seinen Vorschlag «verfeinere», sagt der PR-Berater Aloys Hirzel, der für Monsanto agiert.

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