Von 2007 bis 2011 leitete Adam Knight das globale Rohstoffgeschäft der Credit Suisse. Jetzt wird der frühere Topbanker Geschäftsleiter der britischen Bitcoin-Börse Coinfloor. Das teilt das Unternehmen auf seiner Webseite mit. Coinfloor und Kunden würden auf dem Weg zur vertrauenswürdigsten Handelsplattform der Welt von Knights Erfahrung im Aufbau von Rohstoffmärkten profitieren, heisst es in der Mitteilung. Knight selbst gab an, einen Teil seiner Ersparnisse bereits in das Unternehmen investiert zu haben.

Die virtuelle Währung erholt sich in diesen Wochen von einigen Skandalen. Nach dem Zusammenbruch der Tokioter Börse Mt. Gox sackte der Kurs des Bitcoins deutlich ab. Skeptiker wähnten die Währung bereits kurz vor dem Kollaps. Tatsächlich scheint sich die Branche nun wieder zu erholen.

Bitcoin wird professioneller

Knights Sesselwechsel ist ein weiteres Indiz für die Professionalisierung der Zunft. Er sei eigener Aussage zufolge beeindruckt davon gewesen, wie die virtuelle Währung die Schocks um Mt. Gox verkraftet habe und sich nun robuster zeige als zunächst von ihm erwartet. Coinfloor gilt als Bitcoin-Börse der zweiten Generation, mit mehr Transparenz als es etwa bei der insolventen Plattform Mt. Gox der Fall war.

Erst seit wenigen Monaten können Anleger bei Coinfloor investieren. Das Unternehmen will offenbar Profiinvestoren wie sogenannte Hochfrequenzhändler gewinnen.