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Flut
Ex-UBS-Banker Weil überfordert Anwälte

Ex-UBS-Mann Raoul Weil: Die Beweislast ist erdrückend. (Bild: Keystone)

Der Prozess gegen den ehemaligen Spitzenbanker Raoul Weil wird verschoben. Schuld ist die gigantischen Menge an Beweismaterial. Ein neuer Termin steht noch nicht fest

Veröffentlicht am 22.01.2014

In der Klage der amerikanischen Staatsanwaltschaft gegen den ehemaligen UBS-Spitzenbanker Raoul Weil soll es möglichst rasch zu einem Prozess kommen. Dies forderten die US-Kläger. Angesichts der Flut an Beweismaterial einigten sich die Anwälte beider Seiten darauf, um eine Verschiebung des Prozesses zu bitten.

Der Prozess soll solange aufgeschoben werden, bis die umfangreiche Beweisaufnahme abgeschlossen ist. Das vereinbarten die Anwälte in einer fünfminütigen Konferenz vor Gericht.

Millionen von Seiten

Staatsanwalt Mark Daly legte Beweismaterial von insgesamt über 4 Millionen Seiten an Daten und Dokumenten vor. Diese enthalten Informationen von US-Steuerzahlern mit Konten bei der Schweizer Grossbank UBS, Informationen der Steuerbehörde IRS über transatlantische UBS-Geschäfte und zu einer Untersuchung durch den US-Kongress über Offshore-Steueroasen.

Weil ist in den USA wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung angeklagt. Vor dem US-Bundesgericht in Fort Lauderdale plädierte er am 7. Januar auf nicht schuldig.

Zeit ist abgelaufen

Nun sei die Zeit für Eingaben, die noch Gründe für eine Verzögerung geltend machen könnten, abgelaufen, schreibt Staatsanwalt Daly in der Eingabe an den Bundesbezirksrichter in Florida. Seitens der Verteidigung von Weil sei keine Motion um Aufschub erfolgt. Dennoch kam es zu der gemeinsamen Bitte um Prozessaufschub.

Daly will im Prozess zudem zwei Zeugen auftreten lassen, die mit den Behörden in der Sache kooperieren und gegen Weil aussagen sollen.

(awp/dbe)

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