Bei der Emission von amerikanischen Kommunalanleihen soll zwischen August 2001 und Juli 2002 kräftig manipuliert worden sein – drei frühere Manager der UBS wurden von einem Geschworenengericht in New York im vergangenen August für schuldig befunden.

Jetzt fordert die US-Staatsanwaltschaft laut Bericht des Finanznachrichtendienstes «Bloomberg» rekordhohe Haftstrafen zwischen elf und fast 20 Jahren. 

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Manipulation gegen Bestechungsgeld

Der frühere Managing Director Peter Ghavami sowie Gary Heinz und Michael Welty haben Gebote manipuliert und Bestechungsgelder für den Broker CDR Financial Products Inc. arrangiert, heisst es – letzteres als Gegenleistung für die Unterstützung bei der Manipulation von Auktionen.

Die Staatsanwaltschaft habe Richterin Kimba Wood dazu aufgefordert, Ghavami zu mindestens siebzehneinhalb Jahren zu verurteilen. Heinz solle mindestens 19 Jahre und sieben Monate erhalten und Welty mindestens elf Jahre und drei Monate.

Etliche Grossbanken im Visier

Während fünf Jahren war der 3,7 Billionen Dollar schwere Markt für Kommunalanleihen kartellrechtlich untersucht worden. Ins Visier der Justiz gerieten dabei etliche Grossbanken – bis dato lag die höchste verhängte Gefängnisstrafe aber bei vier Jahren. 

«Der Antrag der Staatsanwaltschaft ist unverschämt», wird Heinz-Anwalt Marc Mukasey von der Nachrichtenagentur «Reuters» zitiert. Es gehe um einen Betrüger, nicht um einen Serienmörder.

Die Anhörungen wurden auf den 22. und 23. Mai terminiert – das Strafmass für die drei, die noch immer ihre Unschuld beteuern und die Zeugenaussagen als Lügen bezeichnen – soll noch in diesem Monat bekannt gegeben werden.