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Management
Ex-UBS-Kengeter klammert sich an seinen Job

Carsten Kengeter: Chef der Deutschen Börse. Keystone

Carsten Kengeter will den Top-Job in Frankfurt trotz gescheiterter Fusion mit London behalten. Der Vertrag des ehemaligen UBS-Bankers wurde bisher aber noch nicht verlängert.

Veröffentlicht am 20.04.2017

Deutsche-Börse-Chef Carsten Kengeter will an der Spitze des Konzerns bleiben. «Ich bin interessiert, der Börse weiterzuhelfen, aber ich dränge mich nicht auf», sagte Kengeter bei einer «Handelsblatt»-Veranstaltung laut einem Vorabbericht der Zeitung vom Mittwoch.

Kengeters Vertrag, der am 31. März 2018 ausläuft, wurde bislang nicht verlängert. Die Deutsche Börse will abwarten, wie die Insiderhandels-Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen den Manager laufen, wie zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen vergangene Woche der Nachrichtenagentur Reuters sagten.

Gescheiterte Fusion

Nach der gescheiterten Fusion mit der Londoner Börse LSE schloss Kengeter einen weiteren Mega-Deal aus: «Ich sehe keine Grossfusion, die jetzt für uns attraktiv wäre.» Stattdessen müsse die Börse organisch wachsen und die Übernahme von kleinen und mittleren Unternehmen prüfen, die zu ihr passten.

Die EU-Wettbewerbshüter hatten die Fusion von Deutscher Börse und LSE Ende März untersagt. Kengeter äusserte in diesem Zusammenhang Selbstkritik. «Wir haben in der Kommunikation nicht so überzeugend und emotional agiert, wie das vielleicht notwendig gewesen wäre», wird er zitiert. Kritiker wie der hessische SPD-Landesvorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel hatten dem Börsenchef zudem vorgeworfen, politisch naiv gehandelt zu haben. «Den Vorwurf muss ich mir gefallen lassen», sagte Kengeter.

(reuters/ise/cfr)

 

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