Am 19. Oktober schnappte die Falle zu. Die italienische Polizei verhaftete in Bologna den früheren Vermögensverwaltungschef der UBS. Die US-Justizbehörden werfen Raoul Weil vor, einen Steuerbetrug von 20 Milliarden Dollar organisiert zu haben, und fordern seine Auslieferung. Gegen Weil liegt ein internationaler Haftbefehl vor. Seither sitzt der ehemalige UBS-Topmanager im überfüllten Dozza-Gefängnis in Bologna ein.

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Weils Anwälte versuchten am Freitag während einer Anhörung vor den Richtern in Bologna seine Untersuchungshaft in Hausarrest mit Fussfessel-Überwachung umzuwandeln. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Doch das Gericht lehnte den Wunsch des Schweizers ab.

Noch kein Auslieferungsantrag

Die USA stellte in Italien bislang noch kein formelles Auslieferungsgesuch. Bis Anfang Dezember muss dies geschehen, soll ein italienisches Gericht darüber befinden. Würde Weil in die USA überliefert und verurteilt, drohten ihm mehrere Jahre Gefängnis. Weil bestreitet jegliche Schuld.

(chb/se)