Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat ihre Ermittlungen im VW -Abgasskandal deutlich ausgeweitet und nimmt nun auch den früheren Vorstandschef Martin Winterkorn stärker ins Visier. Unter den inzwischen 37 (bisher 21) wegen Betrugs beschuldigten Personen befinde sich auch Winterkorn, teilten die Ermittler am Freitag mit.

Durch die Befragung von Zeugen sowie die Auswertung beschlagnahmter Dateien hätten sich «zureichende tatsächliche Anhaltspunkte» dafür ergeben, dass Winterkorn früher als von ihm öffentlich behauptet Kenntnis von der manipulierenden Software und deren Wirkung gehabt haben könnte.

Er will von nichts gewusst haben

Winterkorn hat mehrfach beteuert, erst im September von den millionenfachen Abgasmanipulationen erfahren zu haben. Gegen ihn ermittelte die Staatsanwaltschaft bereits wegen des Verdachts der Marktmanipulation.

(reuters/mbü)