Die Schweizerische Post in Singapur, Malaysia oder den USA - ein Schreckensszenario? Mitnichten, denn die Realität hat das Szenario längst eingeholt (siehe Grafik). Bereits heute erwirtschaften zahlreiche Tochterfirmen der Schweizer Post (SPI) in verschiedensten Ländern ein Fünftel des Postumsatzes.

Brisant daran: Gemäss Recherchen der «Handelszeitung» war die heutige Auslandstrategie im Post-Verwaltungsrat (VR) kaum ein Thema. Selbst über die Expansion in fremde Märkte wie etwa Malaysia stimmte der Verwaltungsrat nicht ab. Post-Sprecher Oliver Flüeler bestätigt: «Die Unternehmenskäufe in den USA, in Singapur, Malaysia und Hongkong lagen aufgrund des geringen Investitionsvolumens alle in der Kompetenz von Konzernleitungs-Geschäften.» Die Crew um den früheren Postchef Ulrich Gygi also hat diese Expansionsentscheide in Eigenregie gefällt - obwohl sie mit Risiken behaftet waren.

«Im Einklang mit Strategie»

Erst der neue Post-Präsident Claude Béglé machte die Auslandstrategie plötzlich zum Thema. Wohl, weil er sich damit profilieren wollte. Dass er aber in erster Linie einzelne Post-VR-Mitglieder und Politiker aufschreckte, hat er nicht erwartet. Denn obwohl die Post die Öffentlichkeit über alle Auslandtransaktionen stets korrekt informiert hat, wurde die Diskussion, was das Unternehmen in Bundesbesitz darf und was nicht, in der Schweiz nie breit geführt. Post-Sprecher Flüeler betont: «Die Unternehmensübernahmen und -käufe von SPI sind grundsätzlich im Einklang mit der vom Bund vorgegebenen Nischenstrategie.»

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Doch abgesehen von den in den letzten Tagen vieldiskutierten Wachstumsplänen im Ausland wirft bereits die bisherige Auslandstrategie Fragen auf. 2008 erzielte die Post in den beiden wichtigsten Auslandbereichen einen Umsatz von gut 1,7 Mrd Fr. - und machte dabei nur 45 Mio Fr. Gewinn. Die Margen im Ausland waren damit mehr als dreimal niedriger als im Kerngeschäft, dem inländischen Briefverkehr. Oberstes Ziel der Swiss Post international ist es aber, die Muttergesellschaft durch profitables Wachstum im Ausland zu stärken. Von einer substanziellen Stärkung ist man indes noch weit entfernt.

Präsident Béglé dagegen setzt trotz bisher mässigem Erfolg auf die Karte Ausland - zwangsläufig, denn als (Ex-)Monopolistin ist Wachstum im hiesigen Kerngeschäft nicht möglich. Bis im Juni werde die neue Konzernleitung im Auftrag des VR konkretere Ziele erarbeiten, dann werde das Gremium über die langfristige Strategie entscheiden, sagte Béglé gegenüber der «NZZ». Zwar sei die Grundversorgung der Post nach wie vor profitabel (siehe dazu auch «Nachgefragt»), aber es drohe eine Trendwende. «Bis 2015 dürfte der Mengenrückgang um 30% betragen», so Béglé. Dies sei eine Realität.

Realität oder Panikmache?

Diese «Realität» stuft man indes beim Wirtschaftsdachverband Economiesuisse ein gutes Stück weit als Panikmache ein, um der Auslanddiskussion mehr Dringlichkeit zu geben. Geschäftsleitungsmitglied Dominique Reber sagt: «Die angekündigten 30% Rückgang im Briefverkehr können wir nicht belegen. Zudem ist im Bereich Pakete oder unadressierte Briefe eher ein Wachstum beziehungsweise eine Stabilisierung auf hohem Niveau zu erwarten.» Doch darüber, so Reber, rede die Post derzeit «nur ganz am Rande».

 

 

nachgefragt
«Keine Ambitionen auf Post-VR-Sitz»

Post-Regulator Marc Furrer über die Strategie Post und eigene Ambitionen auf einen VR-Sitz.

Präsident Claude Béglé will im Ausland im grossen Stil wachsen. Eine gute Idee?

Marc Furrer: Die Post erzielt heute einen schönen Teil ihres Umsatzes im Ausland, und das macht auch Sinn. Es ist für mich aber klar, dass sie nicht Milliardenkäufe im Ausland tätigen sollte. Besser, sie hat eine klare Strategie mit überschaubaren Risiken und beschränkt sich auf lukrative Nischen.

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Das Briefvolumen bei Privaten geht Jahr für Jahr zurück. Wann ist die Talsohle erreicht?

Furrer: Schwierig zu sagen, weil man nicht weiss, wie viel krisenabhängig und wie viel Substitution durch E-Mail ist. Immerhin werden nirgends in der Welt pro Kopf so viele Briefe geschrieben wie in der Schweiz. Im Gegensatz dazu nehmen die unadressierten Briefe im Geschäftsbereich zu. Zwar ist dort die Marge nicht gleich hoch. Im Übrigen ist es nicht so, dass die Post im Kerngeschäft nur schrumpft. Auch Pakete sind ein Wachstumsmarkt.

Eine Studie im Auftrag des Post-Regulators ergab, dass private Anbieter die Löhne im Postmarkt nicht drücken. Ihr Fazit?

Furrer: Ich bin vom Ergebnis positiv überrascht. Gerade Subunternehmer standen immer wieder im Ruf, Löhne zu drücken. Jetzt hat sich gezeigt, dass dem nicht so ist.

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Nach den Rücktritten im VR der Post werden neue Mitglieder gesucht. Stehen Sie zur Verfügung?

Furrer: Der Bundesrat ist zuständig für personelle Fragen im Post-VR. Ich war erstaunt, dass ich als Kandidat gehandelt werde. Denn ich habe sicher keine Ambitionen.

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