«Unser langfristiges Ziel ist es, flächendeckender Nahversorger in der Schweiz zu sein. Dafür braucht es rund 200 Filialen in der Schweiz», sagt Lidl-Chef Andreas Pohl. «Wir möchten möglichst schnell möglichst viele Kunden erreichen. Wie schnell wir dieses Ziel erreichen, hängt aber von den Baugenehmigungen ab.»

Vor knapp einem Jahr sind die ersten Läden in der Schweiz eröffnet worden. Inzwischen führt Lidl bereits 30 Filialen in der Deutschschweiz. Bis Ende Jahr will der deutsche Discounter rund 30 weitere Läden hierzulande eröffnen. Im Spätsommer soll der erste Standort in der Romandie aufgehen. Dieses Jahr sollen fünf bis sechs Lidl-Shops in der Westschweiz entstehen. In Sévaz FR hat Lidl bereits die Baubewilligung für ihr nach Weinfelden TG zweites Verteilzentrum erhalten. Wann der Bau in der Westschweiz beginnt, ist aber noch nicht festgelegt. Einen Engpass hat Lidl aber deswegen nicht, denn von Weinfelden aus können 70 bis 80 Filialen beliefert werden.

Öffnungszeiten zu verschieden

«Wir wollen unbedingt auch ins Tessin», sagt Pohl. Erste Standorte hat der Discounter gesichert. Demnächst - noch in diesem Jahr - will Lidl dort erste Läden bauen. Die Eröffnung wird voraussichtlich 2011 sein. «Das entscheiden wir kurzfristig», meint Pohl.

Grösste Schwierigkeit in der Schweiz sind für Pohl die unterschiedlichen Regelungen der Kantone bezüglich Öffnungszeiten und Feiertagen. «Eine einheitliche Regelung wäre wünschenswert.»