Einen Tag nach der Explosion an der Zentrale des mexikanischen Ölkonzerns Pemex ist die Zahl der Todesopfer auf 33 gestiegen. Rettungskräfte bargen am Freitagmittag (Ortszeit) eine weitere Leiche aus dem schwer beschädigten Wolkenkratzer in Mexiko-Stadt.

Die Ursache der Explosion war weiter unklar. Die Regierung sei «entschlossen, die Wahrheit über diesen Vorfall herauszufinden: Ob es ein Unfall war, Fahrlässigkeit oder ein Angriff», sagte Generalstaatsanwalt Jesus Murillo Karam. Zuvor hatte Pemex-Chef Emilio Lozoya Austin erklärt, es handele sich offenbar um einen Unfall.

Die Suche nach möglichen Überlebenden oder weiteren Opfern wurde unterdessen eingestellt. Es sei ausgeschlossen, dass noch weitere Opfer unter den Trümmern seien, sagte ein Koordinator des Roten Kreuzes, nachdem das Gebäude stundenlang mit Spürhunden abgesucht worden war.

Eine Explosion hatte am Donnerstag das 54-stöckige Hochhaus des Pemex-Hauptsitzes erschüttert. In dem Gebäudekomplex arbeiten mehr als 10'000 Pemex-Angestellte. In dem Nebengebäude, in dem sich die Explosion ereignete, arbeiteten laut Lozoya 1700 Menschen, unter ihnen rund 250 in den vier am stärksten betroffenen Etagen.

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(tno/sda)