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Umfrage
Exportorientierte Schweizer KMU sind im Hoch

Olympia Express
Kaffemühlenherstellung bei Olympia Express: KMU profitieren von Weltwirtschaft.Quelle: Keystone

Trotz dem Handelsstreit ist die Exportstimmung bei den Schweizer KMU weiter gut. Besonders die MEM-Industrie profitiert.

Veröffentlicht am 12.07.2018

Die Stimmung unter den exportorientierten Schweizer KMU bleibt trotz drohender Handelskonflikte und Brexit weiter gut. Fast 60 Prozent aller befragten KMU rechnen laut einer Umfrage von Credit Suisse und Switzerland Global Enterprise (S-GE) auch im dritten Quartal 2018 mit steigenden Exporten.

Die KMU-Exportstimmung von S-GE erreicht per Anfang des 3. Quartals einen Wert von 74,5 Punkten und liegt somit nur unwesentlich unter dem Rekordwert der 2010 gestarteten Umfrage-Reihe. Die Wachstumsschwelle liegt bei 50 Punkten.

Optimismus für das kommende Quartal

Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen rechnet auch für das kommende Quartal mit mehr Exporten. Während 39 Prozent einen Exportzuwachs von 1 bis 10 Prozent erwarten, gehen 14 Prozent von einer Zunahme von 10 bis 25 Prozent aus. 5 Prozent erwarten gar eine solche von 25 Prozent und mehr. Mit einer Stagnation rechnen 37 Prozent und lediglich etwas über 5 Prozent stellen sich auf einen Rückgang ein, wie es weiter heisst.

Das Credit Suisse Exportbarometer, welches die ausländische Nachfrage nach Schweizer Produkten abbildet, liegt zurzeit mit 1,78 Punkten wieder etwas unter dem Rekordwert von 2,5 Punkten, aber trotzdem noch weit in der Wachstumszone, heisst es weiter. Der Rückgang wird von der Bank in erster Linie auf die leicht abgeschwächte Euphorie in der europäischen Industrie zurückgeführt. Die CS erwartet für 2018 unverändert ein Exportplus von 4 Prozent.

Uhrenindustrie profitiert

Die MEM-Industrie (Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie) habe in den ersten fünf Monaten 2018 von der robusten globalen Konjunkturentwicklung profitiert. Die Exporte nahmen zwischen Januar und Mai gegenüber dem Vorjahr um knapp 10 Prozent zu. Von diesem Trend habe auch die Uhrenindustrie mit 10 Prozent höheren Ausfuhren profitiert. Im Gegensatz zu 2017 kamen im laufenden Jahr positive Impulse auch aus den USA und einzelnen europäischen Ländern und nicht nur aus den asiatischen Hauptabsatzmärkten (China, Hongkong, Japan).

(sda/gku/mbü)

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