1. Home
  2. Unternehmen
  3. Facebook-Börsengang: Morgan Stanley muss bluten

Facebook-Börsengang: Morgan Stanley muss bluten

Facebooks IPO hat auch Folgen für das US-Finanzhaus Morgan Stanley. (Bild: Keystone)

Der verpatzte Börsengang von Facebook kommt Morgan Stanley teuer zu stehen: Ein US-Bundesstaat verdonnert das Finanzhaus zu einer Millionenstrafe.

Veröffentlicht am 18.12.2012

Die Pannen beim Facebook-Börsengang haben für den Konsortialführer Morgan Stanley finanzielle Konsequenzen. Der US-Bundesstaat Massachusetts verurteilte die US-Bank zur Zahlung von 5 Millionen Dollar.

Der Vorsitzende der Finanzaufsicht von Massachusetts, William Galvin, begründete die Strafe damit, dass Banker von Morgan Stanley dem sozialen Netzwerk geholfen hätten, sensible Finanzinformationen selektiv zu streuen. Damit seien Analysten missbräuchlich beeinflusst worden. Morgan Stanley hatte den Börsengang federführend betreut.

Der auch von technischen Pannen begleitete Börsengang im Mai hat die Aufsichtsbehörden auf den Plan gerufen und ist Gegenstand mehrerer Klagen. Die Citigroup wurde bereits zur Zahlung von 2 Millionen Dollar verurteilt.

Auch die umstrittene Senkung von Geschäftsprognosen durch Banken kurz vor dem Börsengang, die nur an einen ausgewählten Kundenkreis gegangen sein sollen, steht in der Kritik. Die Facebook-Aktie war nach ihrer mit grosser Euphorie erwarteten Erstnotiz schon bald wegen aufkommender Zweifel an den Geschäftsaussichten abgestürzt.

(muv/tno/sda)

Anzeige