Die milliardenschwere Übernahme des Nachrichtendienstes Whatsapp hat riesige Wellen geschlagen – mittlerweile haben sich die Wogen gelättet. Facebook-Gründer Mark Zuckerberg muss freilich in den kommenden Monaten den Beweis antreten, dass sich die gesamthaft 19 Milliarden Dollar für den Social-Media-Giganten rechnen.

Ein Schlüssel zum Erfolg ist die Interneterreichbarkeit. Und genau hier setze Facebook laut Recherchen von «Techcrunch» den Hebel an: Die Drohnen von Titan Aerospace sollen auch internetferne Gegenden ins Netz bringen. Die Übernahme, deren Preis – im Vergleich zu Whatsapp – auf läppische 60 Millionen Dollar geschätzt wird, wäre Teil der Initiative «internet.org», bei der Facebook fünf Milliarden Menschen neu ins Internet bringen will.

Fünf Jahre ohne Zwischenlandung

Titan Aerospace entwickelt Solar-Flugzeuge, die – betrieben von Sonnenstrom – bis zu fünf Jahre in grosser Höhe in der Luft bleiben können. Dadurch könnten Aufgaben von Weltall-Satelliten übernommen werden – wie beispielsweise die Wetter- oder Erdbeobachtung sowie, im Fall von Facebook, die Kommunikationsübertragung.

Anzeige

Facebook plane laut Bericht bis zu 11'000 solcher Flugzeug-Drohnen zu bauen, die zunächst über Afrika Internet- und Datenservices anbieten sollen. Das im kalifornischen El Segundo beheimatete Unternehmen hat Gespräche mit Facebook mittlerweile bestätigt.

Mit dem Thema «Luftraum» betritt Facebook keineswegs Neuland: Bereits Google (hochfliegende Hightech-Ballons mit «Project Loon») und der weltgrösste Online-Versandhändler Amazon (Drohnen zur Express-Paketauslieferung) hatten mit entsprechenden Plänen für Aufsehen gesorgt.

(vst)