Facebook will verstärkt gegen Falschmeldungen und anderen Missbrauch vorgehen. So sollen gefälschte Konten durch den Einsatz von intelligenter Software und Analysen wie bei Geheimdiensten erkannt und dann gesperrt oder gelöscht werden. Dies erklärte das Unternehmen am Donnerstag. Verdächtige Konten würden besonders überprüft, etwa wenn sie wiederholt dieselben Beiträge verbreiteten.

So seien bestimmte Inhalte in koordinierten Aktionen als «Gefällt mir» markiert worden, um sie im Netz bekannter zu machen. Die Aktivitäten umfassten auch falsche Freundschaftsanfragen, die unter dem Deckmantel tatsächlicher Freunde gestellt würden.

Schlachtfeld für Regierungen

Das Sicherheitsteam des Unternehmens sei mit Aktionen konfrontiert, die komplexer als Betrug und Hacker-Aktivitäten seien, hiess es weiter. Das Netzwerk sei zum Schlachtfeld für Regierungen geworden, um die öffentliche Meinung zu beeinflussen. Die US-Präsidentenwahl sei hier als Fallstudie herangezogen worden.

Facebook ist unter Druck geraten, mehr gegen die Verbreitung von Falschmeldungen zu unternehmen. Vor der ersten Runde der französischen Präsidentenwahl sperrte das Unternehmen 30'000 verdächtige Konten.

(sda/cfr)