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Soziales Netzwerk
Facebook investiert eine Milliarde in Rechenzentrum

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Facebook baut in Asien aus. Quelle: Keystone .

Facebook investiert in Asien, während im Heimmarkt die Nutzer pausieren und der Streit mit Blackberry läuft.

Veröffentlicht am 06.09.2018

Facebook will mehr als eine Milliarde Dollar für sein erstes Rechenzentrum in Asien ausgeben. Die Eröffnung sei für 2022 geplant, teilte das weltgrösste Internetnetzwerk am Donnerstag mit. Die 170'000 Quadratmeter umfassende Anlage werde in Singapur errichtet – in der Nähe des Rechenzentrums von Google, das von dem weltgrössten Suchmaschinenanbieter gerade ausgebaut wird.

Es würden Hunderte Arbeitsplätze entstehen. Facebook betreibt bisher Rechenzentren in den USA, in Irland, Schweden und baut derzeit eine Anlage in Dänemark

Facebook-Nutzer machen Pause

Während Facebook in Asien ausbaut, beschäftigen das Soziale Netzwerk ihr Heimmarkt USA. Laut einer Umfrage haben 42 Prozent der amerikanischen Nutzer in den vergangenen zwölf Monaten zumindest eine mehrwöchige Pause vom Online-Netzwerk gemacht.

Zudem habe gut jeder Zweite (54 Prozent) die Einstellungen zum Datenschutz im Facebook-Profil verändert, ergab die Erhebung des renommierten Pew Research Center.
Facebook wurde in den vergangenen Monaten vom Datenskandal um Cambridge Analytica erschüttert und stand zudem im Mittelpunkt der Debatten um gefälschte Nachrichten und russische Propaganda-Kampagnen rund um die US-Präsidentenwahl 2016.

Jeder Vierte löscht App

Knapp jeder Zehnte nutzte der Umfrage zufolge die im Frühjahr eingeführte Möglichkeit, alle seine Facebook-Daten herunterzuladen. Jüngere Nutzer seien deutlich aktiver dabei gewesen, ihre Datenschutz-Einstellungen anzupassen, berichtete Pew.

In der Umfrage gaben auch 26 Prozent an, sie hätten in den vergangenen zwölf Monaten die Facebook-App von ihren Smartphones gelöscht. Unklar blieb dabei, ob die Anwendung danach auch gelöscht blieb - oder dann doch wieder installiert wurde. Die Quartalszahlen von Facebook der vergangenen Monate zeigen für Nordamerika eine Stagnation an der Marke von 241 Millionen Nutzer, die mindestens einmal im Monat aktiv sind - aber keinen Rückgang.

Nordamerika ist der mit Abstand wirtschaftlich wichtigste Markt für Facebook: Dort erwirtschaftet das Online-Netzwerk rund die Hälfte seiner Umsätze. Pro Nutzer nahm Facebook im Heimatmarkt im vergangenen Quartal mehr als 25 Dollar ein - während es im weltweiten Schnitt weniger als 6 Dollar waren.
Das Pew Research Center befragte für die Studie von Ende Mai bis Mitte Juni rund 4600 Personen.

Streit mit Blackberry eskaliert

Dazu kommt auch noch der Streit mit Blackberry in den USAFacebook kontert eine Patentklage des Smartphone-Pioniers Blackberry mit eigenen Vorwürfen. Das Online-Netzwerk bezichtigt Blackberry in seiner Gegenklage, sechs Patente zu verletzen, unter anderem für Sprachnachrichten.

Blackberry hatte Facebook im März ins Visier genommen. Es geht um sieben Patente für Technologien, die in der App von Facebook, den Anwendungen der Kurzmitteilungsdienste Messenger und WhatsApp sowie der Fotoplattform Instagram genutzt würden. Darunter ist zum Beispiel die Idee, ein App-Symbol mit einem Zähler für die Anzahl ungelesener Nachrichten zu versehen. Oder auch, Leute in Fotos zu markieren und dabei in einer Suchzeile Namensvorschläge zu bekommen.

(reuters/sda/tdr)

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