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Facebook mit Gewinn - Smartphones sei Dank

680 Millionen Menschen nutzen Facebook mindestens einmal monatlich mobil. (Bild: Bloomberg)

Besserung an der Schwachstelle: Facebook-Gründer Mark Zuckerberg verdient mittlerweile fast ein Viertel der Werbeeinnahmen auf mobilen Geräten.

Veröffentlicht am 31.01.2013

Facebooks Vorstoss auf Smartphones und Tablet-Computer zahlt sich aus. Das Soziale Netzwerk verdiente im Schlussquartal annähernd jeden vierten Werbe-Dollar auf mobilen Geräten. Facebook erzielt einen Gewinn von 64 Millionen Dollar, nach einem Minus in ähnlicher Höhe im Vorquartal.

Facebook sei «ein mobiles Unternehmen» geworden, erklärte Gründer, Hauptaktionär und Firmenchef Mark Zuckerberg. Dabei waren Smartphones bislang die Schwachstelle von Facebook, weil sich auf den kleinen Bildschirmen nur schwer klassische Werbebanner zeigen lassen. Facebook bringt nun immer mehr Anzeigen direkt im Nachrichtenstrom der Nutzer unter.

In den letzten drei Monaten des Jahres stieg der Gesamtumsatz um 26 Prozent auf annähernd 1,6 Milliarden Dollar. Letztlich konnte Facebook durch das gute letzte Jahresviertel auch im Gesamtjahr noch einen kleinen Gewinn von 53 Millionen Dollar einfahren.

Im Vorjahr hatte Facebook noch eine Milliarde Dollar verdient. Grund für den Rückgang seien vor allem Kosten im Zusammenhang mit dem Börsengang im Mai. Die Facebook-Aktie sackte nach der Veröffentlichung der Zahlen im nachbörslichen Handel in New York um fünf Prozent auf unter 30 Dollar ab.

Zuckerberg gab sich aber zuversichtlich: «Wir gehen mit Schwung in das Jahr 2013 hinein.» Allerdings strömen nicht mehr so viele Neuzugänge wie früher in das Soziale Netzwerk. Nachdem Facebook Ende September die Marke von einer Milliarde aktiven Nutzern geknackt hatte, waren es Ende Dezember 1,06 Milliarden.

Smartphone überholt Computer

Was jedoch massiv zulegte, war die Nutzung von Smartphones. 680 Millionen Menschen greifen mittlerweile mindestens einmal im Monat zu ihren mobilen Geräten, um mit ihren Freunden Fotos oder Nachrichten auszutauschen.

Im dritten Quartal waren es erst 601 Millionen. Bei den täglich aktiven Nutzern sei das Smartphone sogar erstmals beliebter gewesen als der Computer, führte Facebook auf. Gut die Hälfte der Mitglieder tummelt sich täglich im Netzwerk.

Zuckerberg verbreitet seit Monaten unermüdlich die Botschaft, dass Facebook sein schleppendes Werbegeschäft auf Smartphones in Schwung gebracht hat. Einnahmen aus Anzeigen sind die Lebensader des Sozialen Netzwerks.

Facebook müht sich mit Nachdruck um neue Einnahmequellen. Das Unternehmen hatte erst vor zwei Wochen eine neue Suchfunktion vorgestellt, die es einfacher macht, die vielen Informationen der Nutzer zu durchstöbern. Beobachter werteten das als Kampfansage an Google.

(vst/tno/sda)

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